Soziale Arbeit in Thingers trägt Früchte

Kempten (li). - Im Stadtteil Thingers und seinen sozialen Organisationen tut sich derzeit eine Menge. So startet heute, Montag, eine Hausaufgabenhilfe für die Grundschüler der Nordschule. Das Angebot des Stadtjugendrings Kempten (SJR) wird durch die 'Aktion Mensch' gefördert. Aus der gleichen Quelle kommen die Mittel für eine integrationsfördernde Berufschulhilfe für Lehrlinge im Jugendtreff Thingers, die im Mai beginnen soll. Nach monatelangen Verhandlungen zeigte sich die SJR-Vorsitzende Regina Liebhaber erleichtert, mit der Aktion Mensch endlich einen Finanzierungspartner gefunden zu haben, der die Stadt Kempten keinen Cent kostet. Damit komme Thingers einen Schritt voran. 'Neben der Umsetzung von neuen pädagogischen Konzepten und Hilfsangeboten, bewähren sich die bestehenden Strukturen und Vernetzungen', so Liebhaber. In ihren Augen ist der Quartiermanager Thomas Reuß die zentrale Figur im Stadtteil. Mit Umsicht und großem Engagement steuere er seit fast drei Jahren die Sozialraumarbeit. Zusammen mit vielen anderen Helfern habe Reuß zur Veränderung im sozialen Brennpunkt Thingers-Nord beigetragen. Durch die Fördermittel der Sozialen Stadt, der Hilfe der Stadt Kempten, der Ordnungsorgane, von Sozialbau und dem Engagement von Kirchen, Thingersarbeitskreis und Verein Ikarus sowie der Sozialprofis sei der Stadtteil deutlich attraktiver gemacht worden. Liebhaber nennt den Bürgerpark, Sandrasenplatz und Streetballplatz als Beispiele.

Rekordzahlen im Jugendtreff Die Jugendlichen seien wieder stolz auf ihren Stadtteil und nützen die pädagogischen Angebote, zeigt sich Liebhaber überzeugt. Die Mitarbeiter im Jugendtreff verzeichneten im abgelaufenen Jahr Rekordzahlen. Täglich kamen im Schnitt fast 100 Jugendliche. 'Aufgrund der großen Nachfrage wurden die Öffnungszeiten um knapp 20 Prozent verlängert', erklärt der Leiter der offenen Jugendarbeit, Alexander Haag. Durch die Streetworker und das Projekt mobile Jugendarbeit des SJR würden zudem Jugendliche erreicht, die sich lieber auf der Straße aufhalten oder keinen Platz in den offenen Angeboten haben. Große Bemühungen für mehr Gemeinwesen laufen auch an der Nordschule. Neben der sozialintegrativen Jugendarbeit des SJR Kempten (Vernetzung von offener Jugendarbeit und Schule) werden Elternarbeit, Integration und Sozialraumbezug großgeschrieben. Dazu zählt auch die 'Aktion MUT', mit der Sozialpädagoge Thomas Klughardt den Kindern Mut zu mehr Miteinander und Toleranz geben will. Im Rahmen der Faschingstage luden Rektor Hans-Martin Huss und Klughardt zu einer Schuldisco ein.

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