Sonthofen
Sonthofen will am Spital mehr Fußgängerzone

Die Weichen für eine Erweiterung der Fußgängerzone in Sonthofen sind gestellt. Der Bauausschuss billigte mit großer Mehrheit nach fast zweistündiger Diskussion die Planung für den Bereich Grünten-, Hirsch- und Völkstraße. Der erste von drei Bauabschnitten soll im Frühjahr starten und vor Weihnachten fertig sein. Die Kosten: gut eine Million Euro. Sonthofen kann laut Stadtbaumeister Lutz-Holger Behre mit Fördergeldern rechnen.

Jochen Baur (Büro «SEP», München) erläuterte die Pläne: Vom Spitalplatz aus sollen sich Hirsch-, Grünten- und Völkstraße zum Fußgängerbereich wandeln oder verkehrsberuhigt werden. Charakteristisch für die neuen Zonen sind groß- und kleinkronige Bäume sowie mit unterschiedlichen Materialien gestaltete Straßen. Die Bereiche vor den Gebäuden erhalten großformatige, gehfreundliche Betonplatten, der Mittelbereich ein ebenmäßiges und befahrbares Natursteinpflaster.

Auf dem Spitalplatz stellen sich die Planer einen großen Baum mit Rundbank vor. Ein (nachts geschlossener) Fußweg durch den Spitalgarten, verbindet zur Völkstraße. Dort, so Jochen Baur, könnte man den Straßenraum und den Spital-Parkplatz mit Hecken einsäumen. Im Süden gäbe es einen Wendeplatz. Zwischen Mittelbereich und «Plattenzone» ist ein Mehrzweckstreifen denkbar - beispielsweise zum Parken oder als Verkaufsfläche.

Die Mitglieder des Bauausschusses zeigten sich angetan von der Planung. Michael Borth (Grüne) begrüßte die großen Bäume, legt aber wie viele seiner Kollegen Wert auf die «Gehfreundlichkeit» der Plattierung. Die nächtliche Sperrung des «Spitalwegs» störte ihn ebenso wie Martina Bischoff-Koch (CSU). Bürgermeister Hubert Buhl verwies auf schlechte Erfahrungen mit Durchgängen, durch die Mopeds und Kleinautos fahren. Grundsätzlich habe das Spital aber nichts gegen eine Öffnung rund um die Uhr. Inge Stiefel (CSU) forderte eine Bepflanzung mit heimischen Gehölzen.

Christian Lanbacher (Freie Wähler) hielt zwar den Entwurf für gut, war sich aber nicht sicher, «ob wir uns das alles leisten können». Ähnlich skeptisch Engelbert Bechteler (CSU). Bürgermeister Buhl vertrat die Meinung, dass man die derzeitigen Fördermöglichkeiten nutzen sollte. Planer Baur ergänzte, dass man in den Innenstädten was tun müsse gegenüber dem Standort auf der grünen Wiese.

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