Sonnenhof heizt künftig mit Pellets

Mauerstetten (oll). - Die Entscheidung für die nach Meinung der Gemeinderatsmitglieder günstigste Variante der Heizanlage für den Sonnenhof ist jetzt gefallen. Mit zehn zu fünf Stimmen votierte das Gremium für den Einbau einer mit Holz-Pellets betriebenen Zentralheizung. Weitere Themen der jüngsten Gemeinderatssitzung waren die Auswahl von Straßenleuchten für das Baugebiet 'Oberried' und die Widmung von Straßen auf Gemeindegebiet. Laut Bürgermeister Alexander Müller bemüht sich der Gemeinderat seit Oktober 2001, die nach wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten günstigste Heizanlage für den Sonnenhof zu finden. Bekanntlich war die dort installierte Elektroheizung in die Jahre gekommen und hatte zu oft versagt. Vor zwei Jahren beauftragte die Gemeinde ein Ingenieurbüro aus Neuried mit der Suche nach der günstigsten Variante. Unter neun Optionen hatten sich zwei Alternativen herauskristallisiert, die bei der Sitzung zur Debatte standen. Einmal eine mit Erdgas der Firma Erdgas Schwaben betriebene Heizung auf so genannter Contracting-Basis, was bedeutet, dass der schwäbische Energieversorger als so genannter Contractor (Vertrags-Lieferant) die Heizanlage plant, finanziert, errichtet, versorgt sowie für die Wartung und Instandsetzung zuständig ist. Die Gemeinde Mauerstetten hat lediglich für eine zu vereinbarende Laufzeit eine monatliche Zahlung zu leisten. Die Alternative war das Pellets-Heizsystem der Firma Kewog (Tirschenreuth), ebenfalls auf Contracting-Basis. Nach nicht öffentlich geführten Beratungen debattierten die Ratsmitglieder im öffentlichen Teil im Beisein von Ingenieur Jens Kötting noch einmal 90 Minuten lebhaft um die passende Variante.

Dabei ging es unter anderem um Kostenvergleiche, Wirtschaftlichkeit, Umweltbelange, technische Details, Zuständigkeiten des Contractors und die Frage, ob mit den von Kötting vorgelegten Alternativen alle Probleme des 'Sonnenhofs' gelöst sind. Wolf Wenzel vertrat gerade bei letzterem Punkt die Meinung, Heizung und Warmwasser seien berücksichtigt, die Steuerungs-, Regelungs- und Belüftungs-Technik aber zu kurz gekommen. Bürgermeister Müller hatte von Anfang dafür geworben, sich - wie von Kötting empfohlen - für die Variante Erdgas zu entscheiden. Diese Meinung vertraten auch Richard Paul und Manfred Höbel. 'Wir fahren mit Gas-Contracting am günstigsten', so Höbel. Ludwig Angerer bemängelte, bei dem 4000-Liter Warmwasserspeicher könnte es zu Legionellenbildung kommen. Dies sei durch eine so genannte Legionellen-Schaltung ausgeschlossen, erwiderte Kötting. Es zeigte sich, dass die Befürworter der Pellets-Variante in der Mehrzahl waren. Willi Reiß meinte, die Gemeinde sei mit Pellets besser bedient. Alois Stöckle sagte, die Öl- und Gaspreise würden 'weiter exorbitant' steigen. Helga Krauseneck erklärte: 'Wir haben die verdammte Pflicht, uns für die Umwelt zu entscheiden und den CO2-Ausstoß zu vermeiden.' In Sachen Straßenbeleuchtung für das Baugebiet Oberried entschieden sich die Ratsmitglieder für die Beschaffung von 22 auf Masten aufzusetzende Lampen zum Stückpreis von 483 Euro. Insgesamt elf Straßen oder Straßenabschnitte wurden per Beschluss als Ortsstraßen, Geh- und Radwege und Gemeindeverbindungsstraßen gewidmet. Der Geh- und Radweg entlang der Straße Mauerstetten-Hausen wird aufgrund zahlreicher Beschwerden für Reiter gesperrt.

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