Pfronten
Skizentrum Steinach: Schlussstrich unter Streit

Einen «dicken Schlussstrich unter alles, was da früher einmal war» - das wünscht sich Pfrontens Bürgermeister Beppo Zeislmeier für das Skizentrum in Steinach. Nach den früheren Reibereien zwischen Betreibern und Anwohnern hoffe er nun, da das Skizentrum der Gemeinde gehört, auf ein «friedliches Zusammenleben», sagte er im Gemeinderat, der den Bebauungsplan für das Skizentrum verabschiedete. Mit dem Plan sollen der Skibetrieb gesichert und Beeinträchtigungen etwa durch den Parkplatzverkehr geregelt werden. So gibt es nur noch eine zentrale, lärmreduzierend geteerte Zufahrt zu allen Parkplätzen mit einem Abstand von 15 Metern zu den nächsten Wohnhäusern. Die Stellplätze der «Scheiberalm» werden direkt neben dem Lokal untergebracht. Eine Absperrung soll zudem verhindern, dass nach 22 Uhr Gaststättenbesucher lautstark quer über den gekiesten Parkplatz abfahren.

Der Betrieb der «Scheiberalm» ist nicht mehr direkt an den Skibetrieb gekoppelt. Laut Bebauungsplan darf sie in der Regel von Anfang Dezember bis Mitte März öffnen, bei entsprechender Schneelage auch einige Tage länger. Besondere Veranstaltungen mit mehr Gästen lässt der Bebauungsplan an maximal zehn Tagen pro Jahr zu.

Nach der erneuten öffentlichen Auslegung des Plans im Oktober waren noch einmal eine Reihe von Anregungen eingegangen, die Architektin Dorothea Babel-Rampp im Gemeinderat vortrug. Die meisten drehten sich um die Lärmbelästigung durch Pistenraupen, Gaststätte und Parkplatz. Am Betrieb der Pistenraupen ändere sich nichts, hieß es in der Abwägung. Zu den übrigen Punkten wurde auf die Regelungen verwiesen. Dass eine weitere Skihütte nicht der «Scheiber-alm» gleichgestellt wird, war nicht nur Thema einer Anregung, sondern auch im Gemeinderat.

Bürgermeister Zeislmeier verwies dort darauf, dass der Betrieb der anderen Skihütte an den Liftbetrieb gekoppelt sei, der dort ohne Flutlicht nur tagsüber stattfinde.

Philipp Trenkle (Pfrontner Liste) und Angelika Wohlfart (CSU) betonten die Bedeutung eines Après-Ski-Angebots für die Gäste. «Wir sollten in Pfronten doch an einem Strang ziehen», so Angelika Wohlfart. Sebastian Nöß, Philipp Hechenberger und Dr. Otto Randel (alle Pfrontner Liste) betonten den Aufwand der Gemeinde beim Versuch, am Skizentrum allen Seiten Rechnung zu tragen. «Wichtig ist, dass die Vorgaben eingehalten werden», fügte Randel hinzu.

Mit dem Antrag der «Scheiberalm» auf eine Nutzungsänderung zur regulären Gaststätte befasste sich der Gemeinderat noch nicht. Man wolle erst bei den Nachbarn die Möglichkeiten ausloten, erklärte Bürgermeister Zeislmeier.

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