Skelette klappern zu amerikanischer Volksmusik

Füssen (oss). - Es sieht ein bisschen aus wie 'Lord of the Dance'. Zwei junge Damen stehen sich gegenüber und tragen ein Duell aus - mit Tanzschritten im Takt der Musik. Und tatsächlich liegen die Wurzeln dessen, was die beiden Mitglieder der Country- und Westernfreunde Ostallgäu zeigen, in Irland und dem restlichen Europa. Die Countrymusik fährt in die Beine, wie viele Gäste beim Country-Event im 'Haus der Gebirgsjäger' spürten. Entsprechend begeistert waren die Besucher des Abends. Gespielt wurde quasi die amerikanische Ausführung der Volksmusik: 'Bluegrass' aus Nashville, Western und Country aus dem mittleren Westen, dazu noch die so genannte Cajunmusik aus dem Süden. Aus allen Ecken der Nation kommt die Musik, die einst die Einwanderer aus ihrer Heimat mitbrachten. Sie hat die 49 Mitglieder der Country- und Westernfreunde Ostallgäu vor 13 Jahren zusammengeführt. 'Aus Liebe zur amerikanischen Musik', wie Michael Zahn erklärt. Und es ist diese Liebe, die sie auf die Bühne treibt, um das Tanzbein zu schwingen. So machten die Vereinsmitglieder den Auftakt mit dem so genannten Linedance, einer Art Squaredance mit 18 bis 96 Schrittfolgen wie der Dancecaptain der Westernfreunde, Thomas Thiel erklärt. Und die man schnell lernen kann, wie man beim Countryabend sehen konnte. Da tanzten bereits jene Neulinge, die am Nachmittag ihre ersten Schritte gewagt hatten, unter den Vereinsmitgliedern mit. Von allen Seiten blickten dabei die bekannten Gesichter und Wahrzeichen Amerikas herab - wie Marilyn Monroe, James Dean oder auch Weißkopf-Seeadler - während unten auf der Bühne im Takt getanzt wurde. Und wenn die Band, die 'Pickup Ramblers' so richtig loslegen, dann hält es kaum jemand auf dem Platz und sogar die Jüngsten ziehen ihre Kreise auf dem Parkett. Die jungen Adler, die 'Young Eagles', haben eben noch auf der Bühne vorgemacht, wie leicht der Linedance ist. Zu Stücken von Garth Brooks oder den Bellamy Brothers wird getanzt und natürlich zu John Denvers Hymne der Westernfreunde, 'Thank God I'm a Country boy.'

Duell nach Westernmanier Zum rechten Ambiente gehörte natürlich auch das Essen - und die Getränke. Doch wenn 'Mike' Zahn zu tief in die Whiskey-Flasche schaut, dann kann es schon zu Problemen auf der Bühne führen. Aber natürlich nur mit inszenierten Stücken, bei denen der Tanz nicht fehlen darf. So unterhielten die Westernfreunde ihr Publikum. Bei einer Saloon-Schlägerei und einem Duell nach Westernmanier lösen die Tänzer Probleme auf ihre Weise. Eine der Botschaften, die bei den Vorführungen mitschwingt: Man sollte die Menschen nicht nach ihrem Aussehen beurteilen, wollen die Duell-Tänzer sagen, wenn Julia Zahn gegen Simone Pohl antanzt. Der Wettkampf endete jedenfalls in einem Patt, während der Goldsucher seinem Schicksal, den Geisterreitern, nicht entkommt. Höhepunkt war die Spukshow mit den Ghostriders, klapprigen Skeletten, die ihre Knochen im Takt der Musik schütteln - schaurig schön. Bis aus der Lausitz waren Westernfreunde gekommen um die Bühnenshow zu erleben, die die Vereinsfreunde selber geschrieben und choreographiert hatten und die, wie Zahn betont, auch buchbar ist.

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