Sie machen unsere Stadt attraktiv und lebenswert

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Kempten | sf | Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sozialem und Vereinsleben trafen sich zum Neujahrsempfang im Rathaus. Dabei hob Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer Personen oder Gruppen hervor, die über ihr eigenes Interesse hinaus, einen Beitrag für das Gemeinwohl leisten. Unter dem Motto 'Bürger-Engagement stiftet Zusammenhalt' würden sie zu dem beitragen, 'was unsere Stadt attraktiv und lebenswert macht', so Netzer.

Dabei lobte er beispielhaft für die Wirtschaft das Engagement der Firma Dachser beim Bau des Stadttheaters oder von Industrie-Elektronik Sontheim als Pate des Projekts 'Zukunft bringt’s'. Aus dem Vereinsleben hob er die Kemptener Arbeitsgruppe von 'Terre des Hommes' heraus, die die Ausstellung 'Kinderarbeit - einst und jetzt' organisierte, den Kleinkunstverein 'Klecks', der seit einem Vierteljahrhundert das kulturelle Leben der Stadt bereichere, und den Förderverein 'Zugabe' für die Unterstützung beim Stadttheater-Bau.

Auch eine Reihe einzelner Personen nannte der Oberbürgermeister als Vorbilder für langjähriges ehrenamtliches Engagement. Darunter beispielsweise Mathias Schneider: Der heute 86-Jährige war 54 Jahre lang im Verband der Heimkehrer aktiv. Der Verband betreute die Soldaten, die nach langen Jahren der Kriegsgefangenschaft zurückkehrten, machte sich um die Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern verdient und gründete Partnerschaften in Europa. Schneider: 'Unser Ziel war und ist Frieden, denn Krieg ist nur Selbstmord im großen Stil.'

Oder Hans Rehle (77), der 50 Jahre lang den Dirigentenstab beim Harmonikaclub und 39 Jahre bei der Musikkapelle Lenzfried schwang. Wie kommt es, dass jemand so lange Zeit ehrenamtlich tätig ist? Rehle: 'Das kann man nur machen, wenn man selbst viel Freude und Spaß an der Musik hat.' Das bestätigt auch Heinrich Mendler (66), der seit 40 Jahren den Zitherclub Kottern als Vorsitzender führt. Zudem fühlt er sich dem kleinen Traditionsverein, den es seit 118 gibt, verpflichtet. Eine weitere Motivation für Mendler sind die freundschaftlichen Bande, die im Verein herrscht.

Andreas Haggenmüller (85) war über 53 Jahre lang ehrenamtlicher Richter beim Bayerischen Landessozialgericht. Wie sieht er die freiwillige Arbeit für das Gemeinwohl? Haggenmüller: 'Wenn man ein Ehrenamt macht, muss man es 100-prozentig machen.'

Den Mitmenschen verpflichtet

Seinen Mitmenschen und der Umgebung verpflichtet fühlt sich auch Hans-Peter Kalmuk (61), Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Thingers. Dort ist er bereits seit zehn Jahren aktiv, jetzt übernahm er die Aufgabe des Sprechers von dem früheren Pfarrer Wolf Hennings. Zwar sei in zehn Jahren viel für das friedliche Zusammenleben in Thingers erreicht worden, so Kalmuk, 'doch über den Berg sind wird noch nicht'. Deshalb sei es jetzt unmöglich aufzuhören sich zu engagieren.

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