Buchloe
Sicher durch den Winter

Zugegeben: Vom Sturmtief Daisy war am Wochenende im Allgäu nichts zu spüren. Dem Winter tut das jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Seit Sonntagnacht zeigt der sich wieder in seiner vollen Pracht - mit Schnee, Eis und anhaltender Kälte. Vor allem im Straßenverkehr sorgt das oftmals für schwierige Verhältnisse. Dabei kann ein nicht ordnungsgemäß für winterliche Witterungen präpariertes Auto nicht nur gefährlich, sondern obendrein für den Fahrer auch richtig teuer werden. Für viele Versäumnisse drohen satte Bußgelder. Die Buchloer Zeitung nennt die wichtigsten Verhaltensregeln und Tipps, um sicher - und ohne Zusatzkosten - durch den Winter zu kommen.

Freie Sicht: Oft lästig, aber Pflicht: Vor dem Losfahren sind alle Scheiben gründlich von Schnee und Eis zu befreien. «Lediglich die Windschutzscheibe oder gar nur ein kleines Loch freizukratzen, reicht nicht», betont Axel Arnold, Sprecher beim ADAC Südbayern. Damit gefährde der Fahrer nicht nur sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer, die Bequemlichkeit könne auch richtig teuer werden. Ein Bußgeld von zehn Euro erwartet faule Kratzer grundsätzlich, bis zu 80 Euro und drei Punkte in der Verkehrssünderkartei drohen, wenn aus dem Versäumnis ein Unfall entsteht. «Zudem kann es sein, dass die Versicherung nicht zahlt», ergänzt Arnold.

Den Geldbeutel zücken müssen Autofahrer auch, wenn die Scheibenwischanlage nicht mit Frostschutzmittel aufgefüllt ist (20 Euro) oder sie den Motor warmlaufen lassen (zehn Euro).

Problemlos starten: «Springt das Auto nicht an, ist oft die Batterie zu alt», erklärt Arnold. Aber auch neuere Autos seien von dem Problem nicht gefeit. Grund: Mit zunehmender elektronischer Ausstattung steigt auch die Belastung an die Batterie. «Es ist daher sinnvoll, sie vor jedem Winter prüfen und gegebenenfalls austauschen zu lassen», rät Arnold. Zudem sollte immer ein Starterkabel mitgeführt werden. Vor Hausmittelchen, wie die Batterie in Folie zu packen, um sie somit vor der Kälte zu schützen, warnt der Experte aus Sicherheitsgründen jedoch.

Richtige Bereifung: Auf verschneiten und glatten Straßen ist das Fahren mit Sommerreifen verboten. «Wer sich nicht daran hält und erwischt wird, muss ein Verwarnungsgeld von 20 Euro zahlen», erläutert Arnold: «40 Euro und ein Punkt in Flensburg werden fällig, wenn dadurch auch noch der Verkehr behindert wird.» Bei Winterreifen schreibt der Gesetzgeber eine Profiltiefe von mindestens 1,8 Millimeter vor.

Das sei aber ungenügend und riskant, meint Arnold. Der ADAC rate dringend zu einem Mindesprofil von vier Millimetern. Zudem sollten die Reifen nicht älter als vier Jahre sein. «Andernfalls steigt das Risiko, dass das Gummi verhärtet und der Gripp verloren geht», warnt der Fachmann. Schneeketten müssen übrigens erst aufgezogen werden, wenn es durch Beschilderung vorgeschrieben wird.

Belag am Auto: «Sehen und gesehen werden - gerade beim trüben und dämmerigen Licht während der Wintermonate ist das ganz wichtig», mahnt Arnold. Autofahrer sollten daher unbedingt auf eine saubere Beleuchtungsanlage achten. Außerdem droht bei verdreckten Blinkern und Scheinwerfern ein Verwarnungsgeld zwischen zehn und 35 Euro. Ebenso ist das Autodach vom Schnee zu befreien. Anderenfalls droht eine Strafe von zehn Euro.

Grundsätzlich sollte man laut ADAC das Sauberhalten des Fahrzeuges während der kalten Monate nicht vernachlässigen, rät Arnold. Denn: Keine Jahreszeit setzt dem Auto mehr zu als der Winter, gerade das Streusalz ist Gift für jeden Korrosionsschutz. «Fugen, Ritzen oder kleine Steinschlaglöcher sind besonders gefährdet», so der Experte. Lassen es die Temperaturen zu, rät er daher auch im Winter zu regelmäßigen Autowäschen.

«Bei akuten Minusgraden sollte darauf jedoch verzichtet werden, weil ansonsten die Gummidichtungen anfrieren und reißen können», gibt Arnold zu bedenken.

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