Oberstdorf
Schwimmen in unberührter Natur

Rechtzeitig zur neuen Badesaison soll das Bad am Freibergsee mit einem neuen Kiosk wieder eröffnen. Der Oberstdorfer Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, das alte «Strandcafé» abzureißen und ein einstöckiges Gebäude ohne Gastraum zu errichten. Der neue Kiosk ist für den Sommerbetrieb ausgelegt. Das Bad kostet weiter Eintritt und es gibt weiterhin einen Kahnverleih. Der Umkleidetrakt, der Sprungturm auf dem See und das Kinderplanschbecken bleiben erhalten. Der Marktgemeinderat beauftragte die Kurbetriebe, die Baumaßnahmen bis zum Beginn der Badesaison 2010 umzusetzen.

Wie berichtet hatte der bisherige Pächter den Vertrag mit der Gemeinde gekündigt, weil ein wirtschaftliches Arbeiten aus energetischen Gründen nicht mehr möglich sei. Danach hatten verschiedene Architekten Gestaltungsvorschläge für den Neubau von Strandcafé und Badeanstalt entworfen, über die dann die Oberstdorfer Bürger abstimmten. Letztlich wurden die Vorschläge wieder verworfen, nach dem die Verwaltung errechnet hatte, dass ihre Umsetzung über einer Verpachtung nicht finanzierbar wäre.

«Die Lösung verbaut nichts»

Alle Fraktionen begrüßten das neue Konzept, das Tourismusdirektorin Dr. Silvia Nolte jetzt präsentierte.

«Die Lösung ist tragbar und machbar», sagte Gemeinderat Toni Huber (CSU) und drängte auf eine schnelle Lösung: «Wir müssen handeln, das Herz der Oberstdorfer hängt am Freibergsee.» Martin Rees (Freie Wähler) sagte, «die Lösung macht nichts kaputt und verbaut uns nichts für die Zukunft.»

Erfreut über das klare Votum der Gemeinderäte zeigte sich Nolte: «Ziel ist, den Freibergsee in seiner Schönheit mit unberührter Natur zu erhalten, ihn aber auch für Bürger und Gäste nutzbar und erlebbar zu machen.» Der Abriss des Gebäudes mache den Blick auf den See frei, betonte sie. Das beliebte Ausflugsziel mit gastronomischem Angebot und Toiletten für die Badegäste bleibe erhalten. Im Vermögensplan 2010 sind für das Projekt 450000 Euro eingestellt. Freilich ist für das geplante Gebäude auch noch ein neuer Pächter gesucht.

Die Kur AG hatte in der Vergangenheit Interesse bekundet, weil so der Familienberg Söllereck um das Freibad samt Kahnverleih ergänzt werden könne. Doch Vorstand Peter Müller winkt ab: «Wir bräuchten zusätzliche Attraktionen wie Klettermöglichkeiten oder einen Baumwipfelpfad.» Das Bad und der Bootsverleih alleine seien für ihn nicht wirtschaftlich darstellbar.

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