Hergensweiler
«Schwesternheim» soll verkauft werden

Das im Besitz der Gemeinde Hergensweiler befindliche ehemalige Schwesternheim soll innerhalb von zwei Jahren verkauft werden. Diesen Beschluss fassten die Hergensweilerer Räte einstimmig. Als nächste Schritte steht nun die Information der privaten Mieter an und die Suche nach alternativem Wohnraum. Für den Motorradclub ist die Sache schon klar. Der möchte in das Opel-Team Haus umziehen und hat für den dort notwendigen Anbau schon eine mündliche Anfrage wegen einer Finanzhilfe an die Gemeinde gestartet.

Platz gesucht für Bücherei

Schwieriger werde es mit der Bücherei, für die ein neuer Platz gefunden werden müsse, so Bürgermeister Georg Betz. Er hatte in der Diskussion ausgeführt, dass das stark renovierungsbedürftige Haus mit fünf Wohneinheiten und unterschiedlichen Deckenhöhen «nicht zielführend saniert» werden könne. Außerdem stünden in der Gemeinde weitere Gebäude zur Sanierung an. Deshalb sei es sinnvoll, das Schwesternheim zu verkaufen.

Verkauf nach Bauvoranfrage

Ratsmitglied Gerhard Wetzel war sich sicher, dass man bei einem Verkauf genügend Handhabe besitze, damit der potentielle Käufer so baut, wie es sich die Gemeinde vorstelle. Das lasse sich privatrechtlich regeln, unterstrich auch Rathauschef Betz. Man verkaufe nach der genehmigten Bauvoranfrage.

Ob mit der Bauvoranfrage auch eine Abbruchgenehmigung beantragt wird, wie es Georg Betz für sinnvoll hält, dürfte sicherlich noch einmal Gegenstand der Diskussion werden.

Erneut beraten werden soll im Mai über weiteres gemeindliches Eigentum in der Altmannstraße, das als Physiotherapiepraxis genutzt wird.

Ein Verkauf sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll, trug Gemeindechef Betz vor. Dagegen spreche der geschätzte zu erzielende Verkaufspreis. Auch sei der Mietpreis im Moment akzeptabel und ein Physiotherapeut sei für Hergensweiler wichtig und gehöre mit zur Grundversorgung. Es gebe allerdings auch die Möglichkeit einer Nutzungsänderung, sollte für den Neubau eines Dorfladens im Ort doch kein Investor gefunden werden.

Harald Wirsching hielt es nicht für zweckmäßig, eine gut laufende Praxis einem möglichen Dorfladen zu opfern. «Erfolgreiches rauskündigen und Ungewisses rein - da ist mir das Risiko zu groß», so Wirsching.

Wirsching Ratskollege Anton Hagg wies auf den Anlass der Verkaufsüberlegungen hin: In den Klausurtagungen zu den gemeindlichen Gebäuden sei man davon ausgegangen, dass der Physiotherapeut Interesse am Kauf der Praxis hat. Das sei aber jetzt doch nicht der Fall.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019