Schwangauer Schule wird 50

Schwangau/Füssen (hs). - 'Miteinander lernen. Miteinander fröhlich sein.' Gerade der zweite Teil des Schulmottos der Grundschule Füssen-Schwangau dürfte am kommenden Samstag im Schwangauer Schulgebäude im Vordergrund stehen: Dann wird das 50-jährige Bestehen des Hauses mit einem Festakt gefeiert, an den sich das Sommerfest der Schule anschließt. 1954 wurde die Schwangauer Schule fertig gestellt, die Volksschule in Waltenhofen und die Filialschule Hohenschwangau konnten aufgelöst werden. Über das neue Gebäude mit acht Klassenzimmern und weiteren Fachräumen freuten sich nicht nur die Schüler, sondern insbesondere die Lehrer. Wie etwa Johanna Kühne, die spätere Konrektorin der Grundschule Füssen-Schwangau: In der neuesten Ausgabe der Schülerzeitung 'Tintenklecks' erinnert sie sich an den Umzug von Hohenschwangau in die neue Schule. Die großzügig gestalteten Räume waren kein Vergleich zum ehemaligen Hotel 'Alpenrose', wo die Hohenschwangauer Kinder in zwei ineinander übergehenden Zimmern unterrichtet wurden: Damals mussten dort über 60 Mädchen und Buben der Schuljahrgänge 4 bis 8 auf Sitzbänken für je zwölf Schüler zusammenrücken, für ein Lehrerpult war kein Platz mehr vorhanden. Die Volksschule Schwangau wurde 1969 aufgelöst. Ab diesem Zeitpunkt besuchten die Jahrgänge 7 bis 9 die Verbandsschule Füssen, die kurz darauf in eine Grund- und in eine Hauptschule geteilt wurde. Im Schuljahr 1972/73 wurden auch die Schwangauer Klassen 5 und 6 der Füssener Hauptschule zugeordnet, die Schule in Schwangau ging zusammen mit ihrem Füssener Pendant in einer gemeinsamen Grundschule auf. Heute werden 126 Kinder in fünf Klassen in Schwangau unterrichtet, in Füssen sind es rund 420 Mädchen und Buben in 17 Klassen.

'Die braven Schwangauer' Auch wenn beide Schulen seit über 30 Jahren zusammen gehören, gab es schon Unterschiede: Der eher dörfliche Charakter Schwangaus habe sich auf das Verhalten der Kinder ausgewirkt, erinnert sich die Füssener Konrektorin Ilka Bielenberg, die 18 Jahre lang in Schwangau unterrichtete, darunter auch ausgelagerte Hauptschulklassen. 'Die braven Schwangauer hieß es damals immer', sagt sie. Inzwischen haben sich die Verhaltensweisen der Kinder dies- und jenseits des Lech aber deutlich angenähert. Zudem seien in Schwangau die Jahresfeste mehr gepflegt worden. Inzwischen hat sich vieles angenähert, ein paar Sachen hat Schwangau Füssen aber voraus: Etwa die 'grandiose Sportanlage', die die Gemeinde 1990 finanzierte, meint Rektorin Sylvia Kiesel. Und natürlich den unbezahlbaren Ausblick auf Schloss Neuschwanstein. Seit Jahren wirkt Kiesel darauf hin, die beiden Schulen enger zu verbinden. Etwa durch gemeinsame Sportfeste in Schwangau und Eis- und Schwimmtage in Füssen. 'Da sind wir auf einem ganz guten Weg', sagt die Rektorin. Im nächsten Schuljahr wird auch wieder eine Klasse aus Füssen in Schwangau unterrichtet: Zweitklässler, die vorrangig aus Weißensee stammen, werden in der 3. und 4. Jahrgangsstufe nach Schwangau kommenden. Denn in Füssen seien die räumlichen Kapazitäten voll erschöpft, erklärt Rektorin Kiesel.

Füssener Geburtstagsgäste Dieses verstärkte Miteinander soll am Samstag ebenfalls zur Geltung kommen. Bei schönem Wetter werden die über 400 Füssener Schüler ihren Schwangauer Kollegen einen Besuch zum 50-jährigen Bestehen der Schule abstatten. Doch auch wenn's regnet, kommt eine Füssener Delegation: Die 50-köpfige Chor- und Flötengruppe aus Füssen wird den um 11.30 Uhr beginnenden öffentlichen Festakt mit der Schwangauer Flötengruppe umrahmen. Ab 13 Uhr schließt sich das traditionelle Schul-Sommerfest an.

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