Lindenberg
Schulsanierung kommt Kreis teurer als gedacht

Die energetische Modernisierung der Lindenberger Realschule wird erheblich teurer als geplant. 2,8 Millionen Euro veranschlagen die Planer jetzt, 900000 Euro und damit 50 Prozent mehr, als im Frühjahr geschätzt. Der Kreisausschuss für Bildung und Kultur hat die Sanierung einstimmig für gut befunden. 1,7 Millionen Euro werden als Zuschuss über das Konjunkturpaket II fließen.

Im Frühjahr wird mit den Arbeiten begonnen. Im Spätherbst sollen sie abgeschlossen sein. Die Realschule bekommt eine zusätzliche Wärmedämmung. Passivhausstandard wird das Gebäude dabei aber nicht erreichen. Das wäre völlig unwirtschaftlich, erklärte Architekt Cord Erber bei der Sitzung in Weiler. Der Heizwärmebedarf soll aber drastisch sinken. Derzeit werden über 64000 Liter Öl im Jahr verbraucht, nach der Modernisierung sollen es noch 9500 sein. 30000 Euro will sich der Kreis so im Jahr sparen.

Als Kosten der Sanierung veranschlagen die Planer 2,8 Millionen Euro. 900000 Euro mehr als im Frühjahr. Erber nannte für die Steigerung bei der Sitzung in Weiler etliche Gründe. Allein 165000 Euro mehr sind für die Lüftungstechnik veranschlagt. Sie ist dezentral geplant. Jedes Zimmer bekommt also eine eigene Lüftung.

Derzeit testet der Kreis an der Realschule Lindau drei Geräte verschiedener Hersteller auf ihre Tauglichkeit, sowohl was die Luftqualität als auch den mit ihrem Betrieb verbundenen Lärm angeht. Mehrkosten entstehen auch an vielen anderen Stellen. Ein paar Beispiele: Wie eine Untersuchung ergeben hat, ist das Flachdach sanierungsbedürftig. Das alte Material könne nur als Sondermüll entsorgt werden, wie Planer Bernd König schilderte. Die Elektroinstallation muss teilweise erneuert werden. Außerdem wird die Beleuchtung in der Schule nicht nur repariert, wie Fachplaner Hans-Christian Winter erklärte. Die Unterrichtsräume bekommen eine tageslichtabhängige und damit stromsparende Beleuchtung. Und: Vor der bestehenden Stahlbetonfassade muss eine Holzkonstruktion gebaut werden, um die Fenster befestigen zu können.

Die bestehenden Brüstungsplatten würden diese Last nicht tragen. Planer und Kreis hoffen auf keine weiteren Kostensteigerungen. Problem: Das Konjunkturpaket sorgt in manchen Bereichen am Bau für eine «künstliche Angebots- und Nachfragelage» und damit auch für steigende Preise, wie es Erber erklärte. Trotzdem hat der Landrat die Erwartungshaltung des Kreises in Sachen Kosten klar formuliert: «Die Obergrenze sind 2,8 Millionen Euro. Daran werden der Architekt und sein Team gemessen werden».

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018