Schule sogar Leistungszentrum

Marktoberdorf l af/az l Das neue Jahr beginnt gut für den Verein Radsportförderung Allgäu. Das Internat des Marktoberdorfer Gymnasiums wird nicht nur Talentzentrum für Radsportler, sondern sogar Landesleistungszentrum. Das beschloss das Präsidium des Bayerischen Radsportverbandes nach seiner Inspektion der Einrichtung. Damit sind die Weichen gestellt, damit das Kultusministerium zusätzliche Lehrerstunden bewilligt. Seine Zustimmung dazu hatte Minister Siegfried Schneider bereits signalisiert, als er vor zehn Monaten das Gymnasium besucht hatte.

Die Delegation des Verbandes - Präsident Dieter Kappelsberger sowie die Vizepräsidenten Tilman Rieger, Bernd Ramming und André Krellmann - besichtigte das Internat und die Sportstätten. Später ließ sie sich vom Präsidenten des Fördervereins, Landrat Johann Fleschhut, über den Stand der Planungen informieren. Besonders beeindruckend, so verlautete es im Anschluss, sei für die BRV-Verantwortlichen gewesen, welche Möglichkeiten am Standort Marktoberdorf zur Verfügung stehen: Rund um das Internat liegen Gymnasium, Real-, Haupt- und Berufsschule, die Sportanlagen mit Stadion, Dreifachturnhalle, Kraftraum und Hallenbad.

Mit Karlheinz Buhl sei ein kompetenter Trainer in den Sattel gehoben worden. Er besitze langjährige Erfahrung und habe seine Schützlinge bereits zu zahlreichen sportlichen Erfolgen geführt, hieß es. Derzeit bereite er seinen Umzug nach Marktoberdorf vor.

Weiterer Weg abgesichert

Auch für die Radsportler sei nach abgeschlossener mittlerer Reife gesorgt. AGCO/Fendt habe eine Unterstützung mit Ausbildungsplätzen in verschiedenen Bereichen des Werkes zugesagt. Für wehrpflichtige Sportler gebe es eine Vereinbarung mit dem Bundeswehr-Stützpunkt in Kaufbeuren. Fördervereins-Vorsitzender Karl Höß freut sich: 'Das Netzwerk funktioniert. Ein Riesenkompliment an alle Beteiligten, die mit Begeisterung und Sympathie dem Projekt gegenüber zusammenarbeiten.' Darin schloss er auch die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer ein, die sich sehr für das Projekt engagiert habe und nun im Ministerium um einen Termin nachsuche.

Dass Marktoberdorf nicht nur Ausbildungsstätte für die Jugend, sondern als Leistungszentrum auch den erfahreneren Kaderfahrern dienen soll, ist für ihn 'mehr, als was man erwarten durfte'. Allerdings 'sind wir uns bewusst, dass der Verband finanziell nur wenig beitragen kann. Aber dazu haben wir ja den Förderverein.'

Dessen Aufgabe wird es erst einmal sein, einen motorisierten Untersatz zu besorgen. Ein Bus sei nötig, um die Aktiven zu den Wettkämpfen oder zum Bahntraining nach Augsburg zu kutschieren. Auch die stündliche Zugverbindung von Marktoberdorf nach Augsburg soll genutzt werden.

Die Anerkennung als Radsportzentrum habe sich in Fachkreisen bereits herumgesprochen, sagt Höß: 'Es gibt schon jetzt Anfragen für das nächste Schuljahr.'

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