BadHindelang
Schon im Sommer soll der neue Dorfplatz fertig sein

Einen ehrgeizigen Zeitplan hat sich der Markt Bad Hindelang für die Untere Marktstraße gesteckt: Schon Ende Juli soll sie sich in einen attraktiven Dorfmittelpunkt verwandelt haben. Entstanden war die Idee aus einer Bürgerwerkstatt im März 2009, mit den Anliegern wurde sie im Herbst abgestimmt. Nun hat der Gemeinderat die Planung und ihre umgehende Realisierung genehmigt: «Ein historischer Beschluss für Bad Hindelang», ist sich Bürgermeister Adi Martin sicher. Die Maßnahme wird vom Freistaat bezuschusst - wie berichtet mit 44 Prozent der veranschlagten Kosten von 674000 Euro (ohne Brunnen). Diese gemeindliche Vorlage, hofft Martin, werde das Mehrfache an Privatinvestitionen auslösen.

Um die Pläne ausführlich diskutieren zu können, hatte der Gemeinderat sich eine eigene Sitzung Zeit genommen. Und der Bürgermeister ging dabei neue Wege: Warum nicht von den Erfahrungen anderer profitieren und so mögliche Fehler vermeiden? Neben Kurt Seeler vom beauftragten Planungsbüro Bauen und Umwelt aus Kempten und den Stadtplanern Otto Kurz und Andreas Raab hatte Martin deshalb seinen mit Verkehrsberuhigung erfahrenen Oberstaufner Amtskollegen Walter Grath hinzugebeten. Vom Ortsbild und der Aufenthaltsqualität bis hin zur funktionierenden Rücksichtnahme im Mischverkehr konnte der den Hindelangern nur zuraten, ihre Pläne zu verwirklichen. Immenstadts Betriebshofleiter Hans-Peter Linder half mit Ratschlägen zum Winterdienst und zum Erhaltungsaufwand auf gepflasterten Flächen.

Breiten Raum nahm gerade die Frage nach dem richtigen Pflastermaterial ein. Bedenken gegen Granit zerstreuten die Fachleute: Im Gegensatz zu den früher üblichen groben Brocken gebe es heute geschnittene und sandgestrahlte Steine mit besten Eigenschaften: «Sie haben da ein uraltes Material, aber mit sehr moderner Technik», brachte es Stadtplaner Kurz auf den Punkt. Verlegt werden soll dieses nun im so genannten «Passe» (mit unterschiedlich großen Steinen wird dabei ein recht aufgelockertes Bild erreicht).

Nicht alle Gemeindebürger seien von dem Projekt begeistert, mahnte Albert Keck, jedenfalls den Kostenrahmen strikt einzuhalten. Der Rat nahm dies eigens in den Beschluss auf, der dann einstimmig fiel.

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