Immenstadt
Schnelleres Internet für Gewerbe und auf dem Land

«Die Zukunft des ländlichen Raumes wird davon abhängig sein», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel erst am Mittwoch auf dem Stuttgarter IT-Gipfel über den Ausbau der Breitbandnetze. Dieser Satz gilt auch für Firmen in Gewerbegebieten und den ländlichen Raum um Immenstadt. Um das Umland und die Gebiete Unterzollbrücke und das Gebiet an der B19/OA 30 besser mit einem schnellen Internet versorgen zu können, hat die Stadt ein Auge auf Fördermittel aus der Breitbandinitiative Bayern geworfen. Diese greift Kommunen beim Ausbau des Breitbandnetzes unter die Arme. Die Lösung für Immenstadt könnte eine Kombination aus Glasfasertechnik für die Gewerbegebiete und Richtfunk für das Umland sein. Das soll jetzt ein Fachbüro prüfen.

Hintergrund ist: Aufgrund der physikalischen Eigenschaften des kupferbasierten Telefonkabels «verhungere» nach einer Distanz von etwa fünf Kilometern vom Hauptverteiler (in der Immenstädter Luitpoldstraße) ein Breitbandsignal, während sogenannte schmalbandige Telefonsignale noch ohne Qualitätsverlust nutzbar seien. Aus diesem Grund gebe es immer wieder Klagen aus dem ländlichen Gebiet über schlechte Internetverbindungen.

Tatsächlichen Bedarf ermitteln

Bei Glasfaserkabeln bestehe dieses Problem hingegen nicht. «Wegen der immensen Kosten dürfte jedoch die flächendeckende Verlegung von Glasfaserkabeln im gesamten Stadtgebiet ausscheiden», erklärte Immenstadts Bürgermeister Armin Schaupp vor dem Bauausschuss.

Deshalb werde eine Verbesserung nur mit einer Kombination aus Glasfaserkabeln und einer alternativen, leitungsgebundenen Lösung, zum Beispiel via Richtfunk möglich sein. «Um Fördermittel nutzen zu können, müssen wir aber nachweisen, dass die jetzige Breitbandversorgung nicht ausreicht», sagte Schaupp weiter. Eine Machbarkeitsstudie, die ebenfalls vom Freistaat gewünscht sei, sei bereits für 2500 Euro in Auftrag gegeben worden. Denn insbesondere bei der Gewerbeansiedlung in Unterzollbrücke dränge die Zeit für einen leistungsfähigen und gleichzeitig günstigen Breitbandanschluss. Um den Förderantrag zu stellen, soll jetzt der tatsächliche Bedarf an einer Breitbandnutzung ermittelt werden.

Außerdem soll in einem sogenannten Markterkundungsverfahren geklärt werden, ob Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze, sich ohne Beteiligung Dritter in der Lage sehen, zu marktüblichen Bedingungen bedarfsgerechte Breitbanddienste anzubieten. Dann soll es ein Auswahlverfahren für einen Netzbetreiber geben. «Es geht darum herauszufinden, welches Gebiet wie am wirtschaftlichsten erschlossen werden kann», erklärte der Rathauschef. Mit der neuen Technik sollen dann auch im Umland und in Gewerbegebieten Datenübertragungsraten von mindestens 1 Mbit/s möglich sein.

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