Mauerstetten
Schnell wieder zu Hause

Wenn die eigene Mannschaft in nur 50 Minuten mit 0:3 aus der Halle geschossen wird, führt das gemeinhin nicht gerade zu besonders guter Laune beim Trainer. Hubert Hermann, Coach des Volleyball-Zweitligisten SV Mauerstetten, war aber gestern Vormittag schon wieder zu Witzen aufgelegt. «Ich habe immerhin alle Spielerinnen aufs Feld schieben können», sagte er lachend. Selbstverständlich war das nicht, schließlich waren unter der Woche gleich sieben seiner Schützlinge krank. Im Training gab es deshalb nur «Standvolleyball», wie Hermann es nannte, und konsequenterweise dann auch die Packung beim Tabellendritten Rote Raben Vilsbiburg II.

«Wir haben danach im Bus schon wieder unsere Witzchen gemacht, wie schnell das gegangen ist», erzählte Hermann. 11:25, 18:25, 15:25 endeten die Sätze aus Sicht der Ostallgäuerinnen, die nun auf den siebten Platz zurückgefallen sind. Im ersten Abschnitt lief beim SVM gar nichts zusammen. Kaum hatte die Partie begonnen, lagen die Gastgeberinnen schon mit riesigem Abstand vorne. Bei Mauerstetten klappte so gut wie keine Annahme, weshalb Vilsbiburg kurzen Prozess machte. «Die haben uns an die Wand gespielt. Das hatte Signalwirkung für das ganze Match», so Hermann.

Mauerstetten konnte sich zwar durchaus steigern - Zuspielerin Julia Sedlmeier setzte die starken Außenangreiferinnen immer wieder toll in Szene, und auch die Verteidigung stand gut -, aber Vilsbiburg war an diesem Tag eine Nummer zu groß. «Die haben extrem perfekte Angriffe vorgetragen», so Hermann. Nur zwei Angriffsfehler in drei Sätzen auf Seiten der Roten Raben sprächen eine klare Sprache. Während Vilsbiburg ansonsten einer der Lieblingsgegner des SVM war, gegen den öfter mal eine Überraschung klappte, lief es nun ungewohnt. «Diesmal hat diese unglaublich talentierte Truppe alles rausgeholt. Das war schon lange einmal überfällig», so der SVM-Coach.

Seiner Mannschaft wollte er keinen Vorwurf machen. Alle Spielerinnen stellten sich in den Dienst des Teams, auch wenn sie körperlich nicht topfit waren. «Natürlich fehlte da ein wenig die Energie, von der wir sonst leben», sagt Hermann. Zeugnis davon war die Blockarbeit, bei der gar nichts zusammenlief. Trotzdem sei die Mannschaft, was die anderen Elemente angeht, «spielerisch voll auf Dampf» gewesen, was angesichts der Ausgangssituation nicht selbstverständlich war.

Jetzt ist erst einmal eine Woche Pause, bevor am 23. Januar das wichtige Heimspiel gegen Biberach ansteht. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge ist nun psychologische Aufbauarbeit angesagt. «Die Stimmung bei uns ist aber trotzdem noch prächtig», weiß Hermann.

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