Westallgäu
Schnee muss aufs eigene Grundstück

Wohin mit dem vielen Schnee, fragen sich viele Grundbesitzer. Mancher macht es sich einfach und fräst die weiße Pracht auf die Straße. Das freilich ist nicht erlaubt und kann ein Verwarngeld nach sich ziehen. Was in Sachen Schneeräumung ge- und was verboten ist, erläutert Barbara Kink vom Bauamt der Stadt Lindenberg, mit der Peter Mittermeier gesprochen hat.

Wie muss ich denn mit dem Schnee auf meinem Grundstück umgehen?

Barbara Kink: Es gibt einen einfachen Grundsatz: Schnee, der auf dem eigenen Grundstück liegt, muss auch dort gelagert werden. Er darf also nicht auf die Straße geschaufelt oder gefräst werden.

Und wenn der Platz auf meinem Grundstück nicht mehr reicht?

Kink: Dann muss der Grundbesitzer ihn selbst abtransportieren oder eine Fachfirma damit beauftragen.

Was gilt für den öffentlichen Gehweg entlang der Straße?

Kink: Wenn es möglich ist, sollte der Schnee an den Rand geschaufelt oder gefräst werden. Geht das nicht, weil der Platz fehlt, oder die Schneewände schon zu hoch sind, muss er anderswo auf dem Grundstück gelagert werden.

Bis wann muss denn geräumt sein?

Kink: Werktags bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr. Geräumt und gestreut werden muss bis 20 Uhr und zwar so häufig, wie es zur Verhütung von Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz erforderlich ist, wie es in der städtischen Satzung heißt.

Was passiert denn, wenn jemand gegen die Regeln verstößt?

Kink: Die Stadt kann ein Verwarngeld über 35 Euro verhängen. Bei sehr groben Verstößen, wenn sich beispielsweise jemand hartnäckig weigern sollte, seinen Gehweg zu räumen, kann auch ein Bußgeld fällig werden, das mit Gebühren deutlich teurer wird. Das hängt immer sehr stark vom Einzelfall ab.

Hat die Stadt in den vergangenen Jahren denn schon Bußgelder in Sachen Schneeräumung verhängt?

Kink: Nein, bisher nicht. Wir achten zwar seit vergangenem Jahr stärker darauf, dass die Satzung, die die Räum- und Streupflicht regelt, eingehalten wird. Bei Verstößen hat bisher aber immer ein freundlicher Brief an die betreffenden Bürger gereicht mit der Aufforderung die Bestimmungen künftig zu beachten.

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