Westallgäu
Schnee erschwert Schulweg

Des einen Leid, des anderen Freud: Schnee. Einige Dutzend Westallgäuer Kinder und Jugendliche haben gestern dank der «weißen Pracht» die Volksschulen, Realschulen und das Gymnasium nicht erreicht.

«Es war chaotisch», schildert Marita Weh, Sekretärin der Hauptschule Lindenberg, die Zustände vor Unterrichtsbeginn. Am laufenden Band gingen bei ihr Anrufe ein von Eltern, deren Kinder vergeblich auf ihre Busse warteten. 20 bis 30 Jungs und Mädchen sind deshalb daheim geblieben. Auch Lehrer mussten sich entschuldigen, weil sie irgendwo zwischen ihrem Wohnort und Lindenberg stecken geblieben waren. Drei Kollegen erreichten ihre Arbeitsstelle nicht. Sie waren entweder selbst in den Graben gerutscht, hatten eine Panne oder trauten sich nicht, bestimmte Strecken zu fahren.

Etwa 50 Buben und Mädchen fehlten gestern in der Volksschule Weiler. Außerdem drei Pädagogen aus Lindau, Bregenz und Wangen. Viele Kinder kamen deutlich verspätet zum Unterricht. Auch beim Gymnasium und in der Realschule Lindenberg haben sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler abgemeldet mit der Erklärung, ihre Busse seien nicht gekommen.

Laut Hans Klose, stellvertretender Betriebsleiter der RBA (Regionalbus Augsburg) in Lindau, gab es gestern auf allen Buslinien Verspätungen. «Die Sicherheit hat Priorität», sagt Klose. Das bedeutet auch, dass Busfahrer bei schlechten Straßenverhältnissen selbst entscheiden können, ob sie einen Gelenkbus fahren oder ein kleineres Fahrzeug nehmen. Dies führte gestern in Heimenkirch zunächst zu Kapazitätsproblemen. Die RBA leitete zur Entlastung zusätzlich einen anderen Bus nach Heimenkirch um, der freilich etwas später kam.

Hans Klose erklärt, den Fahrern gebühre Respekt für ihren Einsatz und ihre Leistung an Tagen wie diesem. «Ich hab selbst ausgeholfen - das ist eine ziemliche Herausforderung.» Er weist darauf hin, dass die RBA ihre Busse in jedem Herbst mit neuen Winterreifen ausstatten.

Die meisten Grundschüler im Westallgäu sind gestern zum Unterricht erschienen, wie eine Umfrage ergab. Natürlich gab es auch Verspätungen. So konnte ein Bus die Ebratshofer Steige in der Früh nicht passieren. Als die Strecke später geräumt war, brachten Eltern die Buben und Mädchen per Auto zur Laubenbergschule in Grünenbach.

Pünktlich um 7.30 Uhr trafen die Stiefenhofener Schülerinnen und Schüler ein. Bei ihnen passte der heftige Schneefall bestens in den Unterrichtsplan - er sieht aktuell eine Skiwoche vor.

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