Ostallgäu
Schlüsseltechnik für die Zukunft

Während die Konferenz von Kopenhagen nur sehr vage Ziele für den Klimaschutz brachte, steht im Ostallgäu fest: Bis 2020 soll die Hälfte der im Landkreis verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen kommen. Schon jetzt sieht Kreisentwicklungsreferent Wolfgang Kühnl das Ostallgäu dafür auf einem guten Weg. Die Umwelttechnik ist für ihn eine Zukunftsbranche: «Hier hat der Kreis einiges zu bieten.»

Im Ostallgäu stehen so viele Windräder wie nirgends sonst in Schwaben, listet Kühnl auf. Geht es darum, Fördergelder bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau im Bereich erneuerbare Energien abzurufen, sei der Landkreis bundesweit an der Spitze. Bei Wärmedämmung laufen Modellprojekte an Schulen. Auffallend viele Gebäude seien mit PV-Modulen ausgestattet. Es gibt Projekte in der Geothermie, bei Wasserkraft und Biogas oder Biomasse. Im Landkreis passiere derzeit sehr viel in «grüner Technologie». Kühnl: «Mit Umwelttechnologie hat das Ostallgäu große Zukunftschancen.»

Kühnl weiß, dass nicht alle Innovationen von Ostallgäuer Betrieben gleich als Umwelttechnik wahrgenommen werden. Es sei aber auch zukunftsweisend, wenn eine Kaufbeurer Firma Sensoren liefert, die in japanischen Autos Sprit sparen. Gleiches gelte, wenn im Maschinenbau effizientere und damit energiesparende Maschinen entstehen.

Aus seiner Sicht fällt dabei der Eza, der Energiezentrale Allgäu in Kempten, eine Schlüsselrolle zu. Mit Energieberatung und Projekten für die Gemeinden betreibe diese eine bundesweit beachtete Netzwerkbildung. Die Eza arbeitet derzeit daran, in einer Bestandsaufnahme den Gesamtenergiebedarf im Ostallgäu festzustellen und die Energiequellen zu erkunden. Der Kreistag will dann festlegen, wie er seine Klimaziele erreichen kann.

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