Schillernde Kostüme und gute Laune

Blonhofen | sim | Aus ganz Schwaben waren 16 Garden, zum Teil mit Prinzenpaaren und Elferrat, nach Blonhofen gereist, um ihr Können zu zeigen. Die Kaufbeurer Karnevalsgesellschaft 'Kunstreiter' hatte zum 'Schwäbischen Gardetreffen' geladen. Der närrischen Zeit entsprechend trat der Vizepräsident der 'Kunstreiter' und Moderator Günter Alt um 11.11 Uhr auf die Bühne und stellte die Prinzenpaare der angereisten Faschingsgesellschaften vor, die sich zur Begrüßung auf der Bühne des Blonhofener Stadltheaters einfanden.

Eine Besonderheit war in diesem Jahr die Verleihung des Ordens an die Prinzenpaare. Nach der traditionellen Walzerrunde erhielten alle Prinzenpaare den neuen Kunstreiterorden. 'Die Verleihung eines Faschingsordens ist Tradition', erklärte Günter Alt, 'aber heuer gibt es zum ersten Mal einen eigenen Orden der Kunstreiter.'

Anmut und Akrobatik

Währenddessen stand hinter der Bühne schon die 'Lecharia' Garde aus Klosterlechfeld in den Startlöchern, um den Anfang für 43 schwungvolle Showeinlagen zu machen. Mit Tänzen zu klassischer Blasmusik, heißen Salsaklängen und aktuellen Hits war für jeden etwas dabei. Genauso abwechslungsreich wie das Programm waren auch die Kostüme der Gardemädchen. Während bei den Gardetänzen eine gewisse Kleidervorschrift herrscht, sind bei den Showtänzen der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Überall funkelten und glitzerten liebevoll platzierte Pailletten auf der ideenreichen Kleidung. So wurden die Zuschauer nach China entführt oder fanden sich einer Horde rebellierender Schüler gegenüber, dargestellt von der Minigarde 'Hilaria' aus Sonthofen. Auch akrobatisch hatten die Teilnehmerinnen einiges zu bieten. Waghalsige Pyramiden waren ebenso Teil des Programms wie Hebefiguren und der Sprung in den Spagat.

Im Gegensatz zur 'Wemdosia'-Garde aus Wemding, die eineinhalb Stunden Fahrtzeit hinter sich hatten, war es für die 'Wertachgarde' aus Kaufbeuren quasi ein Heimspiel. Die 13 Mitglieder der Garde unter der Leitung von Ulrike Spitschan und Nicole Kiffe trainieren für Auftritte wie diesen jedes Jahr ab April zweimal die Woche. 'Um solche Tänze präsentieren zu können, bestehen die ersten Monate hauptsächlich aus Konditionstraining und Dehnübungen für den Spagat', so Trainerin Spitschan. 'Später im Jahr widmen wir uns dann der Choreographie, damit bis Ende August der Garde-Tanz sitzt.' Ab September stehe dann der Show-Tanz im Vordergrund. Wichtiger Bestandteil sind auch die Kostüme, die, wie Spitschan betont, maßgeschneidert seien.

Trotz des Aufwandes ist es Günter Alt immer wieder wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Veranstaltung kein Wettbewerb ist: 'Unser Motto ist seit Jahren ,Sehen und Gesehen werden’, es gibt keine Prämierung und unter den Mädchen soll auch kein Konkurrenzdruck entstehen!'

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