Scherentiere zieren das Rathaus

Obergünzburg (pl). - 'Flußkrebse in Bayern' heißt die Sonderausstellung, die bis zum 16. März im Obergünzburger Rathaus zu sehen ist. Zur Ausstellungseröffnung informierte der Flußkrebsspezialist Dr. Max Keller mit einem Vortrag über die Schalentiere. Peter Hübner von der Stiftung Kulturlandschaft Günztal begrüßte die zahlreich zur Eröffnung erschienenen Besucher im Obergünzburger Rathaus ebenso wie Obergünzburgs Bürgermeister Herbert Schmid. 'Die Krebse sind sehr alte Lebewesen und vor etwa 250 Millionen Jahren aus dem Meer hervorgegangen', informierte Dr. Max Keller in seinem Dia-Vortrag.

500 Arten in der Welt Etwa 500 verschiedene Arten gibt es auf der Welt, 360 in Amerika, 130 in Australien und fünf in Europa. Die Besucher der Ausstellungseröffnung bekamen Dias von Fossilien ebenso zu sehen wie Bilder von Krebsen, die ein Gewicht von über vier Kilo erreichen. Keller gab Auskunft über die Verbreitungsgebiete der heimischen Krebse wie Edel- oder Steinkrebs, er beschrieb aber auch die Auswirkungen der Einbürgerung von amerikanischen Krebsen, die die Krebspest nach Europa brachten. Edelkrebsvorkommen gibt es jetzt überwiegend in Ersatzbiotopen und Baggerseen, so Keller. In der Günz, die zum Beispiel im Jahr 1895 bis zum Einlauf der Hasel Edelkrebs-frei war, wurden vor acht Jahren in den Oberläufen Versuche gestartet, wieder Edelkrebse einzusetzen.

Information zu Zucht Die Ausstellung 'Flusskrebse in Bayern' im Obergünzburger Rathaus zeigt auf Schautafeln und in Schaukästen viel Interessantes und Wissenswertes über die Spezies Flusskrebse. Zudem werden die einheimischen und eingeführten Arten vorgestellt. Der Körperbau und die Funktionen der Körperteile werden ebenso erläutert wie der Lebensraum mit Wohnhöhle, Nahrung oder Feinden. Es gibt Informationen über die Zucht, die Entwicklung der Larven, den Fang aber auch die Gefährdung und Artenschutzmaßnahmen. i Die Ausstellung 'Flusskrebse in Bayern' ist bis 16. März im Obergünzburger Rathaus jeweils Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Montagnachmittag von 14 bis 15.30 Uhr und am Donnerstagnachmittag von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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