Sauberes Wasser - Lebensquell

Prem (oss). - Wasser hat viele Bedeutungen. Und es spielt eine wichtige Rolle bei vielen Dingen, auch wenn man sie auf den ersten Blick so nicht erkennt, etwa beim täglichen Brot. Denn auch unser tägliches Brot ist mit sauberen Wasser gebacken. Prems Pfarrer Günter Bäuerle merkte dies an, als er feierlich die neue Kläranlage der Gemeinde Prem segnete. Sie wurde in einer Rekordbauzeit von zwei Jahren fertig gestellt. Von den Baukosten in Höhe von rund 8,6 Millionen Euro sind 3,7 Millionen durch staatliche Fördermittel abdeckt. Der Rest von 4,9 Millionen Euro wird über Herstellungsbeiträge abgerechnet. Welche Bedeutung Wasser in unserer Gesellschaft zukommt, und wie wichtig die Lösung der Abwasserproblematik ist, das konnte man an den Gästen merken, die den Weg nach Prem gefunden hatten. So war die Landtagsabgeordnete des Landkreises Weilheim-Schongau, Renate Dodell, ebenso anwesend wie Landrat Luitpold Braun, als Pfarrer Bäuerle die neue Anlage segnete und den Festgottesdienst zelebrierte.

Zukunftsweisend Besonders wichtig war die Fertigstellung der Kläranlage natürlich für die Gemeinde Prem. Bürgermeister Herbert Sieber bezeichnete sie als 'Meilenstein in der Geschichte der Gemeinde'. Ihm sei ein Stein vom Herzen gefallen, so Sieber, dass Vorbereitung, Planung, Bau und Finanzierung klappten und am Tag der Einweihung ein gutes Ende fanden. Zwei Jahre lang seien die Premer zu bedauern gewesen - wegen Lärm, Dreck und Behinderungen. 'Doch ab heute werden viele bedauern, nicht Premer Bürger zu sein', schmunzelte Sieber. Denn hier habe man ein zukunftsweisendes Projekt für die Infrastruktur des Ortes vollendet.

Investition von 8,6 Millionen Euro Genau zwei Jahre hatten die Bauarbeiten gedauert, in deren Verlauf das neue Klärwerk, an das auch die Ortsteile Gründl und Karlsebene angeschlossen sind, oberhalb des Lechstausees bei Gründl errichtet worden war. Mit einem Investitionsaufwand von 8,6 Millionen Euro und einem planerischen Vorlauf von nur eineinhalb Jahren wurden seit Juni 2002 das Gebäude mit einem Belebungs- und einem Nachklärbecken, Arbeits- und Aufenthaltsräumen sowie Labor errichtet worden. In der Anlage selbst gibt es außerdem einen Schlammsilo, einen Tank für die Phosphatfällung sowie vorgelagert zwei Vererdungsbecken.

Fast 25 Kilometer Kanäle Darüberhinaus wurden zwei Pumpstationen in Gründl und Prem gebaut, die mit einer Leistung von über 60 Kubikmeter Wasser pro Stunde das Abwasser über 11,8 Kilometer lange neu gebaute Schmutzwasserkanäle der Reinigung im Klärwerk zuführen. Dazu entstanden weitere 10,8 Kanalkilometer für die Trinkwasserversorgung sowie 2,4 Kilometer Regenwasserkanäle mit einem dazugehörigen Regenrückhaltebecken. Mit diversen Finanzmitteln wurden dabei auch knapp fünf Kilometer Straßen voll ausgebaut. Und dies, so merkte Bürgermeister Sieber auch an, ohne dass es in der gesamten Zeit einen Unfall gegeben hätte. Dabei bedankte er sich nicht nur für das Verständnis für die Baumaßnahme, die in jeder Gemeinderatssitzung der vergangenen beiden Jahre Thema war, sondern auch für die tatkräftige Unterstützung, die man von den Bürgern erfahren hatte. Grund genug natürlich auch, den Bürgern die neue Einrichtung bei der einweihung zu zeigen und vorzustellen. So wurde nach dem Festgottesdienst bei einem Tag der offenen Tür weitergefeiert. Und zahlreiche Premer Bürger nutzten das Angebot, sich herumführen zu lassen und einige klärende Fragen über ihr Wasser, ihr Abwasser und über die Anlage los zu werden und beantwortet zu bekommen.

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