Waal
Sanierung wird verschoben

Eigentlich wollten sich die Waaler Gemeinderäte bei der jüngsten Sitzung für eine der verschiedenen Sanierungsvarianten entscheiden. So stand es auf der Tagesordnung. Doch dann beschloss das Gremium, sich das Lehrerhaus und die alte Schule im Januar noch einmal näher anzuschauen, bevor die beiden Gebäude energetisch wieder in Schuss gebracht werden.

Architekt Walter Rohrmoser stellte zuvor einige Varianten vor. Für das Lehrerhaus etwa reichen diese von knapp 85000 bis hin zu über 200000 Euro, inklusive Baunebenkosten und Innensanierung. Die Arbeiten umfassen dabei zum Beispiel Kunststofffenster (11000 Euro), ein Wärmedämmungssystem für die Fassade (35000 Euro) und eine Palletsheizung (40000 Euro). Bei der teuersten Möglichkeit kommen zudem der Ausbau der knapp 68 Quadratmeter großen Wohnung im Dachgeschoss samt Sanitär- und Elektroinstallationen (40000 Euro) sowie die Dämmung des Dachs (35000 Euro) dazu.

Die Wohnung im Erdgeschoss, 88 Quadratmeter groß, stehe seit fast einem Jahr leer, erklärte Bürgermeister Alois Porzelius. Dies wolle man mit der energetischen Sanierung ändern. Das Haus soll danach für potenzielle Mieter entsprechend attraktiv sein. Das heißt zum Beispiel: Statt einzelner Ölofen soll es neue Heizkörper und eine Zentralheizung geben. Allerdings wird durch die Neuerungen auch der Mietpreis angehoben. Von derzeit knapp 358 Euro kalt auf bis zu 484 Euro.

Noch keine Entscheidung

Für eine bestimmte Variante wollten sich die Räte (noch) nicht entscheiden. «Mieter wollen auch ein gewisses Maß an Wohnqualität und nicht nur ein paar neue Malerstriche», meinte Gerhard Buchmann. Rohrmoser selbst machte sich für die «große Lösung» stark.

Schließlich könne das Dachgeschoss längerfristig nicht mehr genutzt und ausgebaut werden, sollten sich die Räte für eine Variante entscheiden, bei der die Decke über dem Obergeschoss mit begehbaren Styroporplatten isoliert wird.

Auch bei der alten Schule legte der Architekt ähnliche Sanierungsmöglichkeiten vor. Allerdings kommen aufgrund der Größe des Hauses schon allein die Kunststofffenster (41000 Euro) und die Wärmedämmung (85000 Euro) wesentlich teurer als beim Lehrerhaus. Bis zu 200000 Euro müsse man auf jeden Fall in die Hand nehmen, meinte Rohrmoser.

Eine energetische Sanierung sei allerdings unumgänglich. Allein in den vergangenen sechs Jahren habe die Gemeinde durchschnittlich 10000 Euro pro Jahr an Heizkosten bezahlt.

Vor einer Entscheidung müsse man sich zunächst Gedanken über die Nutzung der Räume machen, meinte Gerhard Buchmann. Im Keller des Hauses befindet sich derzeit zum Beispiel die Bücherei, die im Falle einer Sanierung eventuell umziehen müsste. Zudem könne man sich vorstellen, in dem Gebäude eine Kinderkrippe unterzubringen, erklärte Bürgermeister Alois Porzelius. Abschließend sagte er: «Wir haben keinen Druck und können dieses Projekt auch noch einige Zeit schieben.»

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