Kempten / Oberallgäu
Sammelsäcke erleichtern Leben am Wertstoffhof

Geringere Wartezeiten, einfachere Handhabung der Kunststoffe - auf den Wertstoffhöfen sind Bürger wie Mitarbeiter zufrieden mit dem neuen Wertstoffsack. «Der Start ist gelungen», resümiert denn auch Karl-Heinz Lumer, Geschäftsführer des Abfallverbands ZAK.

Wie mehrfach berichtet müssen seit Jahresbeginn Leichtkunststoffe nicht mehr wie bisher nach Fraktionen getrennt werden. Folien, Tetrapaks, Joghurtbecher - alles kommt zusammen in den grünlich-transparenten ZAK-Sack.

Für die Bürger natürlich eine willkommene Erleichterung. Nur ganz wenige seien nach dem Jahreswechsel noch mit sortenrein getrenntem Müll an den Abgabestellen erschienen. Andere hatten offenbar schon eine Weile ihre Kunststoffe gehortet, um sie nicht mehr sortieren zu müssen. «Die Mengen waren aber kein Problem», sagt Lumer.

Die weitaus meisten ZAK-Bürger haben offenbar auch Rollen mit den Wertstoffsäcken erhalten. Vereinzelt allerdings habe die Verteilung, die die Firma Dorr an ein Unternehmen vergeben hatte, nicht hundertprozentig geklappt. Jedenfalls gab es Klagen, dass in manchen Haushalten keine Wertstoffsäcke angekommen seien.

Um den Ärger gar nicht erst größer werden zu lassen, wurde an allen Wertstoffhöfen angeordnet, Kunststoffe bis auf weiteres auch dann anzunehmen, wenn sie in anderen Plastiksäcken angeliefert werden. Zudem sei mittlerweile an den Wertstoffhöfen ein gewisser «Sack-Engpass» entstanden. Die Verantwortlichen wollten aber alles tun, dass bis zum Wochenende Nachschub eintrifft. An den Höfen ist künftig die einzige Stelle, sich neue Säcke zu besorgen, wenn eine Rolle aufgebraucht ist.

Bei den Kunden kommt das neue System gut an: Gudrun Daibler aus Immenstadt findet es «gut, dass man nicht mehr alles extra sortieren muss und es so schneller geht.» Hermann Schafroth aus Sonthofen sagt: «Es ist toll, dass man nicht mehr alles trennen muss und zuhause nicht so viele verschiedene Behälter hat.

Allerdings sind die neuen Säcke auch zusätzlicher Müll und ich brauche immer mehrere. Früher hatte ich einen großen Sack, den ich dann ausgeleert habe.» Einen Kritikpunkt hat Florian Hiller aus Bräunlings: «Die Tüten reißen leicht, sie sind zu dünn und sollten stabiler sein.»

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019