Marktoberdorf
Salzstraße erhält einseitiges Parkverbot

Schon einmal hatte es in der Salzstraße ein einseitiges Parkverbot gegeben, «was bei den Anwohnern für einen großen Aufstand sorgte», wie Bürgermeister Werner Himmer im Bauausschuss bekannte. Trotzdem will er auf der Nordseite - der Seite zwischen Buchhandlung Pötzl und «Neue Post» - erneut ein Parkverbot aussprechen. Versuchsweise für drei Monate.

Himmer begründete seinen Vorstoß in der Sitzung mit dem bevorstehenden Winterdienst. Für die großen Laster sei es schwer, quasi Slalom durch die Salzstraße zu fahren, weil diese durch parkende Autos blockiert ist.

Umgehend meldete sich Geschäftsmann Andreas Wachter (CSU) zu Wort. Er wollte, falls überhaupt, bestenfalls ein Parkverbot im Januar und Februar, wenn das Weihnachtsgeschäft vorüber ist. Und das auch nur wegen des Winterdienstes. Ansonsten sah er für ein längerfristiges Parkverbot «keine Veranlassung». Denn bei engerer Straße, wie es durch die Parkenden der Fall ist, nähmen die Verkehrsteilnehmer besser aufeinander Rücksicht. Auch drossele das die Geschwindigkeit.

Verkehrsreferent Franz Barnsteiner (Freie Wähler) konnte auch in seiner Eigenschaft als Chef einer Fahrschule und deshalb mit Lastern unterwegs, beide Seiten verstehen. Einen verkürzten Bereich des Parkverbots, wie ihn Peter Grotz (FW) vorgeschlagen hatte, hielt er ebenso für denkbar. Sein Fazit allerdings: «Dort eine gute Lösung zu finden, ist schwer.»

Mit 7:6 Stimmen fand Himmers Anliegen schließlich eine Mehrheit.

Tempo 30 auf Schwabenstraße

Einstimmig hingegen wurde ein Antrag von Jutta Jandl (SPD) beschieden. Sie machte sich für eine Begrenzung auf Tempo 30 im Bereich zwischen dem Kreisel an der Schwabenstraße und der Einmündung in die Moosstraße stark.

Zweifel am Sinn meldete Barnsteiner an. Durch die momentane Umleitung «herrscht dort Chaos». Das hohe Fahrzeugaufkommen bremse fast von selbst den Verkehr.

Vor allem etliche Lastwagen, die eine nahegelegene Spedition oder auch die Schlepperfabrik Fendt ansteuern, waren Ulrike Sigfrid (CSU) ein Dorn im Auge. Auch Barnsteiner bedauerte: «Viele fahren nach Navi, weil der Weg kürzer ist. Dabei wäre der andere über die B 12 besser.» Da helfe wohl nur ein neuerlicher Appell an die Fahrer.

Ungeachtet dessen kommt nun in der vorgeschlagenen Zone Tempo 30. Für drei Monate zwischen Mitte Dezember und Mitte März. Und nur versuchsweise.

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