Marktoberdorf / Ostallgäu
Salz reicht derzeit locker aus

Spiegelglatte Straßen, weiße Wiesen und klirrende Kälte: Der Winter hält das Ostallgäu fest in seinem eisigen Griff. Für die Winterdienstler besteht dennoch kein Grund zur Panik: «Wir Allgäuer sind solche Verhältnisse doch gewohnt», beruhigt Thomas Follner, Leiter des städtischen Bauhofs. Wie in den meisten Ostallgäuer Kommunen reichen die Salzvorräte in den Depots ihm zufolge locker aus.

Rund 300 Tonnen Salz befinden sich laut Follner im Lager in der Ennenhofener Straße: «Bei so einem Wetter wie momentan brauchen wir ungefähr 30 Tonnen am Tag.» Ein Engpass beim Streusalz sei in Marktoberdorf daher derzeit nicht zu befürchten.

Splitt kommt für Straßen nicht in Frage

Mit 21 Fahrzeugen sind die Mitarbeiter des Bauhofs bei Schneefall und Eisglätte frühmorgens und abends in den Straßen Marktoberdorfs unterwegs. Nicht zu vergessen die beiden Mitarbeiter, die Übergänge und öffentliche Wege auf sieben Strecken mit Schneeschaufeln vom kalten Weiß befreien, besonders in der Nähe der Schulen.

Grundsätzlich hätten beim Räumen und Streuen die Schulbus-Linien und Hauptverkehrsstraßen Vorrang. Sind diese von Schnee und Eis befreit, sind die Nebenstraßen an der Reihe - auch dort wird Salz gestreut. Splitt komme für die Fahrbahnen nicht in Frage, denn dieser werde von den Autos an den Straßenrand geschleudert. Follner zufolge wird ein Salz-Splitt-Gemisch lediglich auf Gehwegen gestreut.

«Winter ist momentan doch ganz normal»

In Sachen Streusalz gibt es wie in der Stadt auch im Umland aktuell keine Engpässe: «In unseren Depots im Ostallgäu können wir insgesamt rund 1300 Tonnen Salz lagern. Die sind momentan etwa zur Hälfte gefüllt», erläutert Gerhard Baumgartl.

Der Leiter der Tiefbauabteilung am Landratsamt ist zuständig für den Kreisbauhof und sieht derzeit keinen Grund, warum er mehr Salz bestellen soll: «Der Winter ist momentan doch ganz normal.» Mit 16 Fahrzeugen rücken seine Mitarbeiter täglich aus, um die Kreisstraßen vom Schnee zu befreien. Sie legen dabei einfach rund 360 Kilometer Strecke zurück und verbrauchen dafür über 50 Tonnen Salz.

Für die Bundes- und Staatsstraßen in der Umgebung ist die Straßenmeisterei Marktoberdorf verantwortlich. «Auch bei uns wird in absehbarer Zeit das Salz nicht knapp werden», sagt Dienststellenleiter Erwin Möggenried. Die 2500 Tonnen Salz fassenden Depots seien knapp zu einem Drittel gefüllt und würden kontinuierlich nachbeliefert.

Täglich verstreuen die 15 Fahrzeuge einfach auf der 290 Kilometer langen Strecke sowie auf den knapp 40 Kilometer langen Geh- und Radwegen zwischen 75 und 100 Tonnen Salz.

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