Waltenhofen / Rauns
Salz auf Gehwegen ärgert Hundebesitzer

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Mehrmals am Tag schnürt sich Pierre Willms aus Waltenhofen/Rauns seine Stiefel, um draußen, begleitet von seinem Hund Chico, spazieren zu gehen. Der hat keine Stiefel über den Pfoten. Die könnten aber im Winter manchmal sinnvoll sein. Pierre Willms: «Weil die Trottoirs in Waltenhofen von Bauhofmitarbeitern bei Schneefall gesalzen werden, bekommt mein Hund wunde Pfoten.» Das Salzen sollte auf den Gehsteigen ausbleiben, wünscht sich der Franzose, der in Waltenhofen wohnt. «Und das wollen alle Hundebesitzer, die ich kenne.»

Die könnten aber im Winter manchmal sinnvoll sein. Pierre Willms: «Weil die Trottoirs in Waltenhofen von Bauhofmitarbeitern bei Schneefall gesalzen werden, bekommt mein Hund wunde Pfoten.» Das Salzen sollte auf den Gehsteigen ausbleiben, wünscht sich der Franzose, der in Waltenhofen wohnt. «Und das wollen alle Hundebesitzer, die ich kenne.»

Der 81-Jährige fragt, ob es überhaupt rechtens ist, Gehsteige mit Auftausalz zu bestreuen. «Wenn man das auf der Straße macht, verstehe ich es ja,» sagt Willms. «Aber auf Gehwegen kann man das doch bleiben lassen.»

Die Gemeinde Waltenhofen verweist auf ihre «Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter». In Paragraf 10 steht, dass die Gehsteige in sicherem Zustand zu halten sind, «bei Schnee oder Glatteis mit Sand oder anderen geeigneten Mitteln, jedoch nicht mit ätzenden Stoffen zu bestreuen sind (ausgenommen handelsübliches Streusalz)». Die Mitarbeiter des Bauhofs Waltenhofen räumen Gehwege und halten diese mit einem Gemisch aus Salz und Splitt eisfrei, bestätigt Bauhofleiter Hubert Fink.

Mit Vaseline einreiben

Bekommt Chico das Salz beim Gassi gehen an seine Sohlen, beginnt er zu jaulen. Pierre Willms lässt dann zu Hause dem Vierbeiner Wasser über die geschundenen Pfoten laufen und reibt sie mit Vaseline ein. Mensch und Tier könnten doch auch auf Schnee bedeckten Gehsteigen laufen, ist die Meinung des Waltenhofeners, der dachte, «dass das Salzen von Gehwegen in Ortschaften verboten ist.»

Was sagt das bayerische Straßen- und Wegegesetz darüber aus? In Artikel 51 steht. «Die Verwendung von Salz oder ätzenden Stoffen ist grundsätzlich verboten. Gestattet ist jedoch ein Splitt-Salz- oder ein Sand-Salz-Gemisch, .

Unvermischtes Salz darf ausnahmsweise an Steilstücken, Treppenaufgängen und Gehwegabsenkungen zum Bestreuen bei Glätte eingesetzt werden, jedoch auch hier nur im unumgänglich notwendigen Mindestmaß.» Dr. Franziska Renner (Bauordnungamt Kempten) erläutert dazu, dass Kommunen Einzelheiten dazu selbst regeln können.

Der Waltenhofener Bauhof könnte auf Gehwegen also theoretisch auf Auftausalz verzichten, oder? «Nein,» sagt der Bauhofleiter. Würde durch das Salz die Schneeschicht nicht angetaut, könnte das kalte Nass gefrieren und unter Umständen aus vermeintlich sicheren Gehwegen Eisbahnen machen.

Ein Salz-Splitt-Gemisch auf Gehwegen ist laut Fink aus Sicherheitsgründen unbedingt notwendig - auch, wenn es Chico und seine vierbeinigen Freunde zum Winseln bringt.

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