Rund um den Erdball

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Von Dagmar Johler | Lindenberg Für das Weihnachtskonzert der Stadtkapelle Lindenberg waren beide Vorstellungen im 'Löwen'-Saal ausverkauft. Und die 65-köpfige Kapelle dankte den Zuspruch dem Publikum mit einem bunten und musikalisch hochwertigen Programm.

Schon bei den ersten Takten war klar, dass die Kapelle unter ihrem Dirigenten Artur Tronsberg zu einem Höhenflug ansetzt. In allen Registern hervorragend besetzt, führte er seine Musiker mit Gelassenheit durch den Konzertabend. Mit Liebe und Herzblut in der Musik spielte die Kapelle konzentriert, folgte den gestaltenden Intentionen aufmerksam und entwickelte einen prachtvollen Klang.

Doch was die Stadtkapelle von jeher auszeichnet, ist die Qualität der Solisten. Dieses Jahr glänzte Christian Schiegg auf der Trompete, der mit unglaublicher Fingerfertigkeit den 'alten Dessauer' intonierte. Das Schmankerl: Mit Hilfe von Kollegin Monika Steiner wurde ein Echo eingefangen. Von einer brillanten Technik getragen, perlten auch die zarten Klänge der Klarinette von Margit Sinz durch den Saal. Aufmerksam und mit präzisem Einsatz begleitete das Orchester den virtuosen Vortrag.

Durch die Tundra

Die Kapelle entführte auf eine endlose Reise durch die Tundra, maßvoll begleitet vom tiefen Blech, bis hin zum feurigen Paso doble unter der Sonne Spaniens. Dann lockten die Musiker ihr Publikum in die geheimnisvolle Welt Ägyptens. Das in fünf Sätze gegliederte Arrangement war überaus anspruchsvoll, dumpfe geheimnisvolle Klänge beim Besuch der Grabstätten symbolisierten den Tod, gleichwohl temperamentvoll mit kräftigem Trommelwirbel endete das Stück.

Einen großen Satz über den großen Teich wagte das Orchester nach der Pause mit bekannten Operetten und Musicalmelodien: von Spider Man bis hin zu Zorro. Wippend und schwingend ging es weiter zum Frank-Sinatra-Medley, das die begeisterten Konzertbesucher zu großem Applaus veranlasste.

Nicht ohne Zugabe

Natürlich durften die Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne. Der Beifall galt auch Nicole Keck als Ansagerin und den Nachwuchsmusikern Patricia Baldauf, Iris Prinz, Dennis Reisberger, Damian Zeh und Kai Stiefenhofer, die erstmals beim Jahreskonzert mitwirkten. 'Unsere Jugendarbeit trägt Früchte', freute sich Vorsitzender Peer Bergsteiner, der aber vor allem seinem Dirigenten Artur Tronsberg Dank zollte: 'Du hast uns zu Höchstleistungen geführt'.

Mit einem stimmungsvollen Bild im Kerzenschein und einem Weihnachtsstück endete der Abend als kultureller Höhepunkt im Lindenberger Jubiläumsjahr.

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