Ruhe unterm Christbaum

2Bilder

Von Benjamin Schäling | Kaufeburen/Mauerstetten Im vergangenen Jahr war Weihnachten bei Seiferts noch etwas anders. Beim SV Mauerstetten dachte während der Regionalligasaison noch keiner an die zweite Liga und im Haus des Abteilungsleiters Dr. Hermann Seifert ging es ruhiger zu. Inzwischen ist der SVM aber zweitklassig und Familie Seifert ist noch mehr gefordert als im vorigen Jahr. 'Der Arbeitsaufwand ist schon größer geworden als früher', sagt Seifert.

Der 54-Jährige ist im 'Nebenberuf' praktizierender Arzt, seine Gattin Brigitte arbeitet in der Praxis mit. Die Verbindung zum Volleyball und dem SVM ist den beiden Töchtern Esther und Rebecca, die beide im und um das Zweitligateam engagiert sind, geschuldet. 'Wir haben das schon immer für Kinder gemacht, für unsere und andere', erklärt Seifert. Und die Arbeit für den Verein wurde von einem Aufstieg der ersten Mannschaft zum anderen immer mehr. Die zweite Liga fordert nicht nur die Spielerinnen, sondern mindestens ebenso die vielen ehrenamtlichen Helfer um Familie Seifert. Dass so viele bei der Organisation und Umsetzung der Heimspiele mit anpacken, findet Seifert 'wahnsinnig toll' und erzählt von Leuten, die einfach vorbeikämen, eine Dauerkarte kauften und fragten, ob sie mitmachen könnten. Das nimmt ihm und seiner Frau, die beim SVM die Kassenführung übernommen hat, jede Menge Arbeit ab.

Besonders am Anfang der Saison war für Abteilungsleiter Seifert 'viel Verwaltungskram' zu erledigen. Mittlerweile gehe alles mit etwas 'weniger Stress', sagt er. Ganz wenig davon wünschen sich er und seine Familie nun um Weihnachten. Wenn er redet, klingt es so, als wolle er in der besinnlichen Zeit nicht mehr und nicht weniger, als sich einfach nur hinzusetzen und einmal nichts zu tun. Und nicht an Volleyball denken. Wobei Letzteres bei ihm wohl nicht geht, dazu ist er zu begeistert und enthusiastisch, was diesen Sport angeht. 'Weihnachten treffen sich alle, die ganze Familie ist da', erzählt er und in seiner Stimme schwingt etwas Vorfreude mit. Auch seine Frau Brigitte Thaler-Seifert freut sich schon auf die Ruhe unterm Christbaum: 'Ein schönes Familienfest.' Als symbolisches Geschenk liegen für die Seiferts auf dem Gabentisch acht Punkte in der Zweitligatabelle, die Entspannung bedeuten. Dass es 'so gut für uns läuft', habe Seifert nicht erwartet, 'das hätte sich niemand träumen lassen'.

Besonders der Erfolg der Mannschaft motiviert ihn und seine Mitstreiter immer wieder. 'Wenn es anders wäre, würde ich mir schon die Frage stellen, wofür ich das alles tue', meint er. Der Erfolg und die Anerkennung der anderen Vereine für die hervorragend organisierten und stimmungsvollen Heimpartien, bei denen der Abteilungsleiter höchstpersönlich den Stadionsprecher gibt, sind nicht nur für Hermann Seifert Balsam auf die vom Stress gerissenen Wunden. Wobei er und seine Frau etwas abwiegeln und ihren eigenen Anteil nicht in den Vordergrund stellen wollen. 'Es ist meisterbar', sagt Brigitte Thaler-Seifert. Vor allem, wenn man sich unter dem Christbaum keine riesengroßen Sorgen um das Abenteuer zweite Liga machen muss, sondern sich einfach mal zurücklehnen und im Kreise der Familie ein ruhiges und schönes Fest genießen kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019