Kempten
Rockig, jazzig, gesellschaftskritisch

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Welche Musik «The HitchcoQues» spielen, wissen sie selbst nicht so genau - weder Bandleader, Sänger und Pianist Murat Parlak noch Schlagzeuger Tobias Haas und Kontrabassist Jens Petzold. «Eigentlich sind wir eine Jazzband», sagt Tobias Haas und fügt hinzu: «Unsere Musik wird auch von Pop, Rock, Elektro und Punk beeinflusst.»

Seit zwei Monaten spielt das Trio in dieser Besetzung. Zusammen mit Rainer von Vielen und der Jugendband «Chunkpile» zeigten sie im Rahmen des Weihnachtskonzerts des Jugendhauses, was sie musikalisch so drauf haben.

Und das ist einiges. Schnelle und langsame, ruhige und fetzige Lieder - alles bunt gemischt. Die englischsprachigen Songs sind fast alle selbst komponiert, die Texte selbst geschrieben. Die vielseitige Stimme von Murat Parlak bringt sie hervorragend rüber.

Auffallend ist die Körperhaltung von Murat Parlak. Sitzend, stehend und kniend wirken seine Finger fast mit Gewalt auf das Piano ein, manchmal muss man fast befürchten, sein Instrument bräche unter dem Druck zusammen.

Rainer von Vielen und seine Band treten dagegen erheblich weniger aggressiv auf. Zusammen mit Dan le Tard am Bass, Niko Lai am Schlagzeug und Gitarrist Mitsch Oko spielt von Vielen alte Songs aber auch Stücke vom neuen Album, das im März 2010 erscheinen wird.

Die Band setzt dabei vor allem auf die Ideen von Sänger und Songwriter Rainer von Vielen. Seine deutschsprachigen Lieder haben einen Anspruch. «Ein Drittel unserer Songs sind gesellschaftskritisch, der Rest sind Liebeslieder», sagt der Bandleader, der in Kimratshofen zu Hause ist. Die Band spielte vor einigen Wochen bei den Studentenprotesten in der Münchener Universität. Kein Wunder also, dass etwa «Tanz deine Revolution» die Zuschauer im Jugendhaus zu ausgelassenem Feiern animiert.

Das etwas andere Weihnachtslied

Die Jugendband «Chunkpile» ließ es etwas anders angehen. Die 19- bis 22-Jährigen rockten das Jugendhaus mit eigenen Songs wie «Use your brain» oder «Live for today».

Die rockigen Töne von Chunkpile, die deutschen Songs von Rainer von Vielen und die jazzigen Stücke von den Hitchcoques stimmten die über 250 Besucher auch auf Weihnachten ein. Dazu spielte die Band von Parlak eine etwas andere Variante von «Morgen kommt der Weihnachtsmann». Eine jazzige, poppige, rockige und punkige Version mit einem Hauch Elektro. Eben ungefähr die Musikrichtung der Hitchcoques.

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