Marktoberdorf
Riesiges Kuddelmuddel

Wenn die Kolpingsfamilie zur Silvester-Premiere in den Modeon-Saal einlädt, ist ein Spurt auf die Karten als sicher anzusehen. «Schon seit Jahren ist es für uns keine Frage - da müssen wir hin», erzählte ein Ehepaar aus Kaufbeuren und meistens kommen noch zwei oder drei weitere Paare mit. Das machen anscheinend viele Theaterfreunde so, denn der Saal war wieder fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Regisseur Rupert Filser hat das Stück «Ewig rauschen die Gelder» des englischen Schriftstellers Michael Cooney ausgewählt, das bestens in unsere Zeit passt. Ein schönes Bühnenbild gab den Spielern das passende Ambiente für ihre turbulenten Aktionen.

Was doch so alles passieren kann, wenn «Mann» einmal beim Sozialamt mit einer ach so kleinen Unwahrheit beginnt, ist unbegreiflich. Immer weiter verstrickte sich Erich Putz (Michael Zotz) in seine Lügengeschichten und wartete in seiner großartigen Rolle mit besten schauspielerischen Fähigkeiten auf. Ihm zur Seite sein Freund Harald (Stefan Schrom), der nicht minder köstliche Komikerseiten zeigte. Stefan Bartl agierte begeisternd in seinem Part als Außenprüfer vom Sozialamt. Er sollte ja die von seiner Chefin, Frau von Korff (Bärbl Weiß), nun doch angezweifelten Umstände im Hause Putz klären. Verwechslungen, Vertuschungen und immer mehr Lügengeschichten werden erfunden und nicht nur von Erich, denn er ist plötzlich einer seiner eigenen Untermieter.

Harald mit hineingezogen

Er zieht Harald mit hinein, der eigentlich verstorben ist aber nun zu seinem Sohn wird Ach was - es ist ein riesengroßes Kuddelmuddel, das immer schlimmer wird. Onkel Georg (Erich Weiß) hat wie immer die Lacher auf seiner Seite und verblüffte die Zuschauer nicht nur einmal. Auch Eric Stark als «Partnerschaftsmoderator» Dr. Hartmann war der wahre Durchblick versagt und er konnte seiner Klientin Linda Putz (Annika Zotz) nicht wirklich helfen. Sie war von dem Ganzen ziemlich mitgenommen.

Natalie Schorn mimt eine Sozialarbeiterin, die helfen möchte, Helmut Knestel kommt vom Beerdigungsinstitut und Daniela Stark muss vom «Tod» ihres Freundes erfahren. Es begeisterten die Situationskomik und der Wortwitz. Das Spiel um die verrücktesten Ideen, an Geld zu kommen, gaben dem Publikum viel Grund zum Lachen und auch zum Kopfschütteln.

Ob der arbeitslose Erich Putz am Ende wegen seiner «Gräueltaten» ins Gefängnis muss? Das kann hier nicht verraten werden.

Zum ersten Mal, seit Kolping spielt, gab es im Anschluss an den Theaterabend einen Silvestertanz mit dem Alleinunterhalter Max Kinker. Erst zaghaft nahmen einige Paare die Aufforderung, das Tanzbein zu schwingen an. Aber schon nach den ersten Oldies, wie «It never rains in Southern California» füllte sich die Tanzfläche mit fröhlichen Paaren.

Eine weitere Aufführung findet statt am 5. Januar um 20 Uhr im Modeon. Karten bei Buchhandlung Glas, Telefon 08342/2551.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019