Riesensprünge können wir aber nicht machen

Osterzell(hjh). - Der Haushalt der Gemeinde Osterzell ist unter Dach und Fach. Dieser sehe besser aus als der aus dem Vorjahr, freuten sich die Ratsmitglieder und verabschiedeten einstimmig das Zahlenwerk. 'Riesensprünge können wir aber nicht machen', betonte Bürgermeister Josef Fleschutz. Kämmerer Christian Fischer von der Verwaltungsgemeinschaft Westendorf trug die Zahlen vor. Der Verwaltungshaushalt sei gegenüber 2003 nahezu identisch. Als eine erhebliche Entlastung bezeichnete er den Rückgang der zu zahlenden Kreis- und Solidarumlage. Auch für die nächsten Jahre prophezeite Fischer eine weitere leichte Erholung des Haushaltes. Dennoch werde die Pflichtzuführung zum Vermögenshaushalt nicht erreicht. Nur durch sparsame Haushaltsführung und Verbesserung der Einnahmesituation könne man dies künftig wieder erreichen. Der Vermögenshaushalt, also die Investitionen, umfasse 500000 Euro. Dies sei gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 21,69 Prozent oder umgerechnet 138000 Euro, bemerkte Fischer. Eine Kreditaufnahme sei nicht eingeplant. Im Gegenteil, denn der Überschuss im Verwaltungshaushalt aus dem Jahr 2003 von rund 89000 Euro komme dem jetzigen Vermögenshaushalt voll zu Gute. Sehr erfreulich sei die geplante außerordentliche Tilgung eines Kredites (70000 Euro).

Daneben tilge die Gemeinde mit 38000 Euro weitere Verbindlichkeiten. Hier die wichtigsten Ausgabeposten des Verwaltungshaushaltes: Insgesamt knapp 60000 Euro an Umlagegeldern wird an die beiden Schulverbände (Grund- und Teilhauptschule Stöttwang/Westendorf und Hauptschule Germaringen) gezahlt. Der Personalkostenzuschuss für den Kindergarten (40000 Euro) fällt um einiges geringer aus als in den Vorjahren. Für den Flächennutzungs- und Landschaftsplan sowie Bebauungsplan innerorts Osterzell werden 20000 Euro fällig. Die Kreisumlage beträgt knapp 134000 Euro. Und nun die Einnahmen des Verwaltungshaushaltes: Etwa 44000 Euro sollen durch Kanalbenutzungsgebühren aufkommen. Den Großteil an Einnahmen erhält Osterzell neben den gemeindlichen Steuern durch den Anteil an der Einkommensteuer (160000 Euro) und Schlüsselzuweisungen (fast 142000 Euro). Der Vermögenshaushalt besteche durch Sparsamkeit und Zurückhaltung. Zuschüsse erhält man für die Straßenentwässerung in Stocken und den Kanalbau in Ödwang (232000 Euro). An Beiträgen für die Kanalherstellung in Ödwang flössen noch 95000 Euro in die Gemeindekasse. Für den Gehwegebau in Stocken gibt es vom Land etwa 48000 Euro. Ausgaben: Die BLE, eine Finanzierungsgesellschaft für Kanalbau, erhält an Zahlungen 329000 Euro. Die Waldhaus- und Mähderstraße sowie die Dienhausener Straße werden für 30000 Euro hergerichtet. Für den Pfarrstadel sind noch 7000 Euro an Renovierungskosten veranschlagt. Fleschutz will sich weitere Erkundigungen für einen möglichen Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kindergartens einholen. Die Schadstellen auf der Mähderstraße werden ausgebessert und der Kurvenbereich etwas ausgebuchtet. Der Auftrag in Höhe von rund 9500 Euro wurde einstimmig vergeben.

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