Kaufbeuren
Rettungshubschrauber für Kaufbeuren begehrt

Damit die Menschen im Raum Kaufbeuren noch besser notärztlich versorgt werden können, wünschen sich Ärzte und Politiker einen Rettungshubschrauber am Kaufbeurer Klinikum. Die Entscheidung will das Innenministerium im Laufe des Jahres treffen. Zu den Bewerbern um einen neuen Standort in Schwaben gehören neben Kaufbeuren auch Augsburg und Donauwörth. Der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl und der Vorsitzende des Innenausschusses im Landtag, Joachim Hanisch (beide Freie Wähler), machen sich nun in einem Schreiben an Innenminister Joachim Herrmann für den Standort in Kaufbeuren stark.

Sowohl aus «medizinischen wie auch infrastrukturellen Gründen» wäre das hiesige Klinikum ein idealer Standort, führen die beiden Abgeordneten an. Hangar und Tankstelle könnten kurzfristig zur Verfügung gestellt werden, versichern sie in dem Brief. Außerdem würden in Kaufbeuren kein anderer Flugbetrieb durch Starts und Landungen des Hubschraubers und kaum Anwohner gestört.

Argument Urlaubsregion

Ferner argumentieren die Politiker damit, dass das Ostallgäu «eine der größten Urlaubsregionen Deutschlands mit entsprechenden rettungsdienstlichen Herausforderungen» sei. Der Hubschrauber Christoph 17 in Kempten operiere zudem bereits «hart an der Kapazitätsgrenze».

Ein weiterer Hubschrauber in Kaufbeuren könne zudem die Autobahnen 7, 8 und 96 sowie die unfallträchtigen Bundesstraßen 12, 16 und 17 mit abdecken. Schließlich habe auch die ADAC-Luftrettung bestätigt, dass ein Rettungshubschrauber in Kaufbeuren sehr sinnvoll wäre.

Im Vergleich mit den anderen Standorten Augsburg und Donauwörth weise das Konzept des Klinikums Kaufbeuren die meisten Vorteile auf, sind sich Pohl und Hanisch sicher.

Eventuell bessere Karten

Ob Kaufbeuren allerdings erfolgreich sein wird, ist derzeit ungewiss. Möglicherweise hat Donauwörth die besseren Karten, weil dort CSU-Fraktionschef Georg Schmid zu Hause ist.

Außerdem, so räumt Pohl ein, gebe es dort einen schmalen Streifen, der nicht direkt durch einen 50-Kilometer-Einsatzradius der bereits stationierten Rettungshubschrauber abgedeckt sei. Andererseits sei dieses Gebiet dünn besiedelt und es gebe dort keine Autobahn und keine größere Bundesstraße.

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