Rettungsdienst weit über Grenzen hinaus

Oberstaufen (mst). Durch die Reduzierung der Rettungsmittel im Ober- und Westallgäu ist es keine Seltenheit mehr, dass der Staufner Rettungswagen zu Notfall- bzw. Notarzteinsätzen nach Immenstadt und ins benachbarte Westallgäu gerufen wird. So stieg die Zahl der Einsätze um elf Prozent auf insgesamt 993 im vergangenen Jahr. Diese Bilanz zog Schriftführer Matthias Straub in der jüngsten Jahresversammlung. Die Anzahl der Rettungsdiensteinsätze mit ehrenamtlicher Beteiligung ist laut Straub im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 607 Einsätze erhöht worden. Die ehrenamtlichen Staufner Sanis waren damit bei über 60 Prozent der Einsätze mit dabei. Ein Grund dafür ist laut Straub unter anderem, dass nachts und an Wochenenden die Anzahl der Fahrten deutlich gestiegen ist. Seien zum Beispiel in Immenstadt und Sonthofen alle Fahrzeuge belegt, müsse der in Oberstaufen stationierte Sanka zu einer so genannten Gebietsabsicherung an einen zentralen Punkt fahren, von dem aus er das vergrößerte Einsatzgebiet so gut wie möglich abdeckt.

Diese Sicherheitsabstellungen nähmen stetig zu. So hatte im vergangen Jahr die Bereitschaft Oberstaufen 15094 ehrenamtliche Stunden für das Gemeinwohl geleistet. Alle Hände voll zu tun hatten laut Straub die Staufner Sanis auch bei einer Vielzahl anderer Aufgaben. Sanitätsdienste waren im Februar bei den Weltmeisterschaften im Wintertriathlon und im Juni bei der Tour de Suisse im großen Umfang notwendig. Ohne vorsorgende Organisation durch einen Rettungswagen in Hagspiel hätte man dem Verletzten beim Zusammenstoß eines Hobby-Radler frontal mit einem Bus zwischen Schindelberg und Steibis wohl nicht so rasch helfen können, erinnerte Matthias Straub. Diese Vielzahl von Hilfen seien nur möglich gewesen, weil viele Mitglieder für diese Großveranstaltung Urlaub genommen hatten. Die Rotkeuzler fuhren außerdem noch einige Krankenwagenschichten für die Rettungswache Immenstadt, absolvierten zahlreiche Ausbildungen, schulten 268 Laien in Erster Hilfe und halfen beim Blutspendedienst mit. Das Jugendrotkreuz wurde von Ramona und Markus Gorbach geleitet. Seit Jahresbeginn gibt es eine zusätzliche Bambini-Gruppe im JRK die von Kathja Straub und Heidi Fehr organisiert wird. Die BRK-Bereitschaft hat jetzt einen Internet-Auftritt, erstellt von Martin Merz mit Hilfe von Michael Buhmann und Matthias Straub:www. brk-oberstaufen. de

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