Unterallgäu
Rettungsanker Mittelschule

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Die Gründung einer Mittelschule (siehe Infokasten) für die Gemeinden Ottobeuren, Markt Rettenbach und Bad Grönenbach ab dem kommenden Schuljahr - das können sich die betroffenen Bürgermeister gut vorstellen. Auf diese Weise könnten alle drei Hauptschulstandorte in der Zukunft erhalten bleiben, wie es Ottobeurens Bürgermeister Bernd Schäfer auf Nachfrage formulierte.

Nach einem «harmonischen Gespräch» (Schäfer) zwischen den drei Bürgermeistern und drei Schulrektoren am Mittwochabend gibt sich Schäfer zuversichtlich, dass die Mittelschule zustande kommt. In den Marktgemeinderäten sei aber noch nichts entschieden, betonte er. Bisher liefen die Planungen nur auf informeller Ebene ab.

Das unterstrich auch Bad Grönenbachs Bürgermeister Bernhard Kerler im Gespräch. Zwar sehe er eine Tendenz in Richtung Mittelschule; die letzte Entscheidung liege aber beim Gemeinderat, der sich mit dem Thema im Januar befassen wird.

Der Entwicklungsausschuss in Markt Rettenbach hatte Bürgermeister Alfons Weber beauftragt, mit dem Schulverband Ottobeuren Kontakt aufzunehmen, um das Thema zu besprechen. Dies war das Ergebnis einer längeren Beratung, bei der auch andere Verbandsschulen in der Nachbarschaft in Betracht gezogen wurden.

Dabei schied die Gesamtschule Sontheim aus, weil diese sich wie Erkheim eher nach Krumbach orientieren will. Auch sprachen Punkte gegen die Schulverbände Mindelheim und Obergünzburg. «Mir persönlich erscheint Ottobeuren am günstigsten», sagte Weber. Man habe schon jetzt Schüler aus Markt Rettenbach in der Nachbargemeinde. Auch Legau wurde im Entwicklungsausschuss in Erwägung gezogen, wobei diese Gemeinde mehr nach Altusried (Oberallgäu) tendiere, wie Alfons Weber sagte.

Für Bad Grönenbachs Rathauschef wäre Legau eine Alternative gewesen. «Aber zu zweit erreichen wir die nötige Schülerzahl nicht.»

Dass aus Bad Grönenbach nicht nur Schüler wegfahren, sondern dafür auch andere kommen, ist für Kerler ein entscheidender Faktor, wenn die Mittelschule tatsächlich Realität wird. Laut Schäfer entscheiden letztlich Schülerzahl und Wahl der Zweige (Soziales, Technik, Wirtschaft) darüber, an welchem Standort es welche Angebote geben wird.

Eigene Zuständigkeit bleibt

Sollte es zu einem Schulverbund kommen, werden die Kommunen einen Vertrag über die Schulaufwandsträgerschaft schließen, so Markt Rettenbachs Gemeindechef Alfons Weber. «Denn jeder sollte für seinen eigenen Bereich zuständig bleiben, wenn es um die Schulgebäude und deren Ausstattung geht.

» Der Vorteil eines Verbundes sei, dass dann die Gastschulbeiträge entfallen.

Bevor eine endgültige Entscheidung fällt, so Bürgermeister Weber, werde eine größere Plattform mit Betroffenen wie Elternbeiräten, Schul- und Gemeindevertretern gebildet. Im Januar soll es laut Rathauschef Kerler eine gemeindeübergreifende Informationsveranstaltung geben.

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