Rettung aus Bergnot am Heiligen Abend

Schwangau | pm | Alarm am 24. Dezember gab es für die Bergwacht Füssen. Eine fünfköpfige Familie war zwischen Bleckenau und Jägerhütte in Bergnot geraten. Das Christkind war dabei sozusagen Schutzengel für alle Beteiligten. Die Mutter und die beiden Kinder der Familie erlitten zwar Erfrierungen und waren stark unterkühlt. Sie konnten aber ebenso wie der Vater und die Großmutter noch vor Sonnenuntergang ins Tal gebracht werden. Auch alle Bergretter waren rechtzeitig zur Bescherung wieder bei ihren Familien. Und so wurde dieses Weihnachten für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes.

Suche mit Hubschrauber

Gegen 16 Uhr am Heiligen Abend hatte die Rettungsleitstelle Kempten den Einsatzleiter der Bergwacht Füssen alarmiert: Ein Notruf von einer fünfköpfigen Familie zwischen Bleckenau und Jägerhütte war eingegangen. Nach Abklärung der Lage durch den Einsatzleiter ging ein ortskundiger Bergretter mit dem Rettungshubschrauber RK 2 aus Reutte zum Überflug in das Einsatzgebiet. Bald war die Einsatzstelle ausgemacht und Bergretter und Hubschraubernotarzt konnten abgesetzt werden. Der Notarzt und die Bergwacht versorgten die Familie. Die zwei Kinder (6 und 8 Jahre) sowie die Mutter (35 Jahre) wurden mit Erfrierungen und stark unterkühlt ins Krankenhaus Füssen geflogen.

Inzwischen rückte ein zweites Rettungsteam mit Geländewagen in die Bleckenau an, um den Einsatzort zu Fuß beziehungsweise per Tourenski zu erreichen. Vater und Großmutter wurden von den Bergrettern in die Bleckenau begleitet und dann mit dem Geländewagen ins Tal gebracht.

Mahnung zur Vorsicht

Thomas Hafenmair von der Bergwacht Füssen nimmt diesen Einsatz als Anlass, zur Vorsicht zu mahnen: Beim Verlassen von gesicherten und geräumten alpinen Wegen ist unbedingt eine den winterlichen Verhältnissen entsprechende Notfallausrüstung mitzuführen. Hierzu gehören neben der entsprechende Kleidung auch Tee und Biwaksack sowie die komplette Lawinenausrüstung.

Hafenmair: 'Auch wenn derzeit eine geringe oder mäßige Lawinengefahr besteht müssen Berggeher wissen: keine Lawinengefahr gibt es nicht!'

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