Ottobeuren
Reise ins Ungewisse

Auf Rang fünf (12:12 Punkte) starten die Ottobeurer Bayernliga-Handballer ins neue Jahr. 16 Partien umfasst das Restprogramm in der laufenden Saison. Das Auswärtsspiel beim oberpfälzischen SV 08 Auerbach am Samstag ab 16 Uhr bildet den Auftakt dazu.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen reist der TSVO ins 300 Kilometer entfernte Auerbach. In der 9000-Einwohner-Stadt treffen die Gelb-Schwarzen auf den besten Aufsteiger der Liga: Die Oberpfälzer stehen mit 14:10 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz.

Früher wurde in Auerbach Eisenerz abgebaut - heute sind dort ein heimstarkes Handball-Team und ein lautstarkes Publikum zu Hause. Der dynamisch und temporeich agierende SV 08 setzt auf eine offensive Abwehr, die den Gegner frühzeitig im Spielaufbau stört.

Michael Werner, vom Zweitligisten Coburg gekommener Routinier, ist der Leitwolf im Kader von Trainer Michael Graß. Sein Gegenüber, Ottobeurens Trainer Thomas Lang, kämpft vor dem ersten TSVO-Punktspiel im neuen Jahr mit etlichen Widrigkeiten.

Spielertrainer Mikko Koskue wird aufgrund einer Erkrankung ausfallen. Stefan Bartenschlager und Michael Karlstetter gehören in die Rubrik «Langzeitverletzte». Nach dem Vorbereitungsturnier in Vöhringen sind auch Christian Stumpf und Roman Polyfka angeschlagen. Lang ist also zum Handeln zu gezwungen: «Wir werden Spieler aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend nach Auerbach mitnehmen.» Lorenz Haubner, Philipp Dündar und Kevin Haas werden wohl die Auserwählten sein.

Trainer ärgert sich

Angesichts dieser Begleitumstände bleibt den Allgäuern nur die Außenseiterrolle. «Wir werden aber versuchen, die Auerbacher zu ärgern», sagt Lang. Der 40-Jährige ärgert sich selbst zum wiederholten Male über die Trainingssituation in der Ottobeurer Dreifachturnhalle: «Das ist eines Bayernligisten unwürdig.

Zuletzt fielen einige Hallentermine einfach aus. Der glatte Bodenbelag macht zudem einen geregelten Trainingsbetrieb unmöglich». Lang fragt: «Wie soll man da eine Mannschaft auf die Bayernliga vorbereiten?»

Nicht zuletzt deshalb ist die Begegnung in Auerbach eine Reise ins Ungewisse.

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