Reine Nervensache

Ottobeuren (mide). - Jonas Kummer riss die Arme hoch: Der Bambini war der einzige Torschütze im internen Einlagespiel der Fußball-G-Junioren des TSV Ottobeuren, das kurz vor dem Finale um die Unterallgäuer Hallenmeisterschaft ausgetragen wurde. Kummer war zugleich der letzte Akteur des Abends, der aus dem Spiel traf, denn das Endspiel zwischen den Kreisligisten BSC Memmingen und Viktoria Buxheim blieb 20 Minuten lang torlos - im Siebenmeterschießen triumphierte vor etwa 250 Besuchern der BSC Memmingen. Somit ging der Titel eines Unterallgäuer Hallenmeisters zum ersten Mal nach 1995 wieder an ein Team der Stadt; seinerzeit hatte die DJK Memmingen-Ost den Titel geholt. Zu erwarten war der Erfolg des BSC nicht, zumal sich zu Beginn des Turnieres eigentlich zwei andere Teams in den Vordergrund gespielt hatten - die Gastgeber und der SV Egg. Egg behielt in der Gruppe 1 gegen Buxheim (2:0) und Buchloe (4:1) ebenso eine weiße Weste wie der TSV Ottobeuren. Der Titelverteidiger erreichte mit einem 6:3 gegen Dirlewang und einem 2:1 gegen den BSC Memmingen die Zwischenrunde. In dieser Partie hatte der BSC angedeutet, dass er Ottobeuren zumindest bei diesem Turnier Paroli bieten könnte; das bessere Ende hatte Ottobeuren trotz der BSC-Führung durch Stojan Dodig aber für sich, weil Dodig eine Minute und elf Sekunden vor Schluss Nerven zeigte und eine große Chance nicht nutzen konnte. Im Gegenzug glich Stefan Wilhelm für Ottobeuren aus, ehe Emanuel Berger 35 Sekunden vor Schluss den Siegteffer erzielte. Der BSC erreichte dennoch die Zwischenrunde, weil Florian König im entscheidenden Zwischenrundenspiel gegen Dirlewang anderthalb Minuten vor Schluss der 2:1-Siegtreffer gelang - Dirlewang hatte 1:0 geführt, was das Aus für den BSC bedeutet hätte.

Einseitig ging es in der Gruppe 1 zu, wo Buxheim durch ein 8:1 gegen Buchloe ins Halbfinale stürmte. Zeljko Cvitkusic gelang hierbei eine Art 'Tor des Tages': Zweimal streichelte er den Ball mit der Fußspitze über die gegnerischen Verteidiger, ehe die Kugel im Netz lag. Dafür wurde er später belohnt: Cvitkusic wurde 'Spieler des Turniers'. Zunächst musste er und sein Team Titelverteidiger Ottobeuren aus dem Weg räumen. Es gelang - Buxheim bog die 1:0-Führung der Gastgeber um und siegte 4:3. Noch rassiger war die Halbfinal-Partie zwischen Egg und dem BSC, in der Dodig (BSC) zum Gewinner avancierte. Ihm gelang in der Verlängerung das 'Golden Goal' zum 4:3. Erst kurz zuvor war er vom Sünderbänklein, auf das ihn der Schiedsrichter geschickt hatte, wieder aufs Feld gelaufen. Im Endspiel behielt er ebenfalls die Nerven und verwandelte den entscheidenden Siebenmeter zum 4:2. Nach regulärer Spielzeit und fünf Minuten Verlängerung hatte es in einem schwachen Spiel 0:0 gestanden. Spielgruppenleiter Gerd Scheer zeigte sich mit dem Zuschauerzuspruch ebenso zufrieden wie mit den Leistungen der Kicker: 'Vor allem die Halbfinals waren sehr gut.'

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