Recherche vor Ort wichtig für griffige Beschreibungen

Stötten am Auerberg (pas). - Viel Beifall erhielt Angela Dopfer-Werner, Autorin unseres derzeitigen AZ-Fortsetzungsromanes 'Myrrha' nach ihrer Lesung in der Gemeindebibliothek in Stötten am Auerberg. Geschichte in Romanform - sorgfältig recherchiert, spannend und mitreißend erzählt - ein Gewinn für die Zuhörer. Gleichzeitig ergriffen viele die Gelegenheit, das Buch von der Künstlerin signieren zu lassen. 'Das Buch kauf' ich heut', denn ich kann's jetzt gar nicht mehr erwarten, bis der Fortsetzungsroman in der Allgäuer Zeitung zu Ende geht', begründete eine begeisterte Leserin. Ein 'rundes' Ambiente im Leseraum: Volle Bücherregale, davor der kleine Arbeitstisch für die Autorin auf der einen Seite - Stuhlreihen gemütliche Sitz- und Leseecken mit freier Sicht zur Vortragenden auf der anderen Seite. Für die Autorin war es eine in Peiting gefundene Moorleiche, die sie dazu veranlasste, Autorin zu werden. Als Zwölfjährige haben sie die Erzählungen über diesen geheimnisumwitterten Fund so fasziniert, dass sie schon damals beschloss, historische und glaubens-geschichtliche Bücher zu schreiben, schilderte Angela Dopfer-Werner, studierte Sozialpädagogin, ihre frühe Berufung. Dass diese Berufung auch gewissenhafte und oft kleinliche Arbeit erfordert, verschwieg die Autorin keineswegs. Recherchen vor Ort und aus Büchern waren für Angela Dopfer-Werners die Voraussetzung für griffige Beschreibungen des lebendig quirlenden Tageslebens im antiken Rom.

Außerdem hielt sie sich länger an den dort noch erhaltenen Stadtstraßen auf. Die Via Claudia Augusta, auf der ihre Romanfiguren nach Augsburg gelangen, hat sie bereits häufiger mit Auto und Rad selbst erfahren. Das Marktreiben in Epfach, damals Abodiacum genannt, zeugt vom Geschäftsleben an einem Knotenpunkt im antiken Handelsverkehr. Der Ort lag an der Kreuzung zweier römischer Handelsstraßen. Waren aus allen Regionen der Welt konnte man dort finden. Die Aufarbeitung der römischen Vergangenheit im heutigen Epfach lässt jedoch nicht diese detaillierten Beschreibungen zu, wie sie im 'Myrrha'-Buch nachzulesen sind. 'Selbststudium in wissenschaftlichen Werken war die Voraussetzung dafür', wirft die Autorin ein weiteres Schlaglicht auf die entsprechende Recherche. Sie erwandert jetzt mit ihrer Familie die Via Claudia Augusta in einzelnen Abschnitten zwischen Donau und Po. Vorarbeiten für einen weiteren Roman? Eine solche Arbeit scheint Angela Dopfer-Werner zu faszinieren. Im Allgäu gäbe es noch so viel Entdeckenswertes und 'Ausgrabungsarbeiten' für geschichtliche und kulturelle Zusammenhänge, dass sie sich deswegen zu weiteren Werken fast gedrängt sähe. 'Es wäre schön, wenn das wieder so einer spannenden, bunten und geschichtlich verbürgten Romanhandlung geschehen könnte, wie es Angela Dopfer-Werner mit ihrem Buch 'Myrrha' gelungen ist', dankte Manfred Müller, der die Stöttener Bibliothek zusammen mit seiner Frau ehrenamtlich leitet.

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