Marktoberdorf / Ostallgäu
Realschule warm verpacken

Der Landkreis Ostallgäu will die Realschule in Marktoberdorf bis Ende 2011 umfassend sanieren. Insgesamt 2,66 Millionen Euro sind dafür kalkuliert. Da 2,28 Millionen aus dem Konjunkturpaket II fließen, fiel den Kreisräten im Kreisausschuss die Zustimmung relativ leicht. Im Mittelpunkt der Sanierung stehen dabei energetische Maßnahmen, modernisiert werden aber auch WC-Anlagen, das Computernetzwerk, die IT-Ausstattung und die Beleuchtung.

Bereits im Februar hatte der Landkreis die Sanierung für das Konjunkturpaket II angemeldet. Im Mai gab die Regierung von Schwaben grünes Licht und nun steht die Zuschusshöhe fest: 2278200 Euro oder 87,5 Prozent der förderfähigen Kosten. Vier Planungsbüros haben nach einem Beschluss im Mai die genauen Kosten ermittelt. Damit der gewünschte Konjunktureffekt aus dem Förderprogramm eintritt, muss die Maßnahme aber bis Ende 2011 abgeschlossen sein.

Vorgesehen sind im einzelnen folgende Maßnahmen:

Dämmung von Außenwänden und oberster Geschossdecke

Fenster im Passivhausstandard

Sonnenschutz

Fernwärmeanschluss

Heizung mit Einzelraumregelung

Lüftungsanlage für die Klassenzimmer

Beleuchtung teilweise erneuern

Dacheindeckung erneuern

Böden und Anstrich sanieren

Elektroanlage sanieren

IT-Netzwerk in allen Klassenzimmern sowie Verbesserung der IT-Ausstattung.

Durch dieses Maßnahmenbündel soll der Primärenergiebedarf pro Quadratmeter und Jahr von 200,6 Kilowattstunden auf 46 reduziert werden. Damit, so Kreiskämmerer Hermann Thoma im Kreisausschuss, sinke der CO2-Ausstoß um 234 Tonnen.

Der Kreisausschuss stimmte geschlossen dem Vorhaben zu, für das aus der Kreiskasse ein Anteil von 378000 Euro zu finanzieren ist. Die Ausschreibung soll so gestaltet werden, dass in mittelstandsfreundlichen Fachlosen ausgeschrieben werden kann. Dabei setzt die Kreisverwaltung auf beschränkte Ausschreibungen (Lose bis 1 Million Euro) und freihändige Vergabe (bis 10000 Euro).

Dies, so betonte Landrat Johann Fleschhut, fördere die Wirtschaft in der Region.

Mit Blick auf die EU zweifelte Dr. Hermann Seiderer (Bayernpartei) an der Rechtmäßigkeit der Ausschreibungspraxis. Er verstehe auch nicht, warum das Verfahren unbedingt beschleunigt werden müsse. Er musste sich aber von mehreren Kreistagskollegen, Kämmerer Thoma und Landrat Fleschhut eines besseren belehren lassen.

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