Raumnot der Realschule hat im nächsten Jahr ein Ende

Kempten (pa). - Gut ein Jahr muss die Staatliche Realschule an der Salzstraße noch durchhalten, dann soll ihr drängendes Raumproblem gelöst sein. Durch den Ausbau von sieben zusätzlichen Klassenräumen im Dachgeschoss der benachbarten Wittelsbacherschule nämlich, die dadurch ebenfalls mehr Luft erhält. Vorher, so sieht die Lösung aus, der jetzt der Schul- und Kulturausschuss einhellig zugestimmt hat, zieht der Laborbereich der MTA-Schule von der Wittelsbacherschule an die Memminger Straße um. Die ursprünglich für rund 500 Schüler ausgelegte Realschule platzt schon lange aus allen Nähten, durch die Einführung der sechsstufigen Realschule hat sich die Situation noch einmal drastisch verschärft. So schwoll die Schülerzahl seit 1994/95 von 413 auf jetzt 780 an, die Zahl der Klassen stieg gleichzeitig von 16 auf 27. Doch obwohl, wie Schulreferent Hans Grob es ausdrückt, 'jede verfügbare Kammer' zum Klassenzimmer umfunktioniert wurde, reicht der Raum in dem Gebäude an der Salzstraße bei weitem nicht mehr. Deshalb sind derzeit vier Realschulklassen in die Schwaigwies- und zwei in die Wittelbacherschule ausgelagert. Im Herbst verschärft sich die Situation noch weiter, weil dann vier Abgangsklassen fünf Eingangsklassen gegenüberstehen. Das fehlende Klassenzimmer wird provisorisch in einem Flur eingerichtet. Aber nur noch für ein Jahr. Denn bis zum Schuljahresbeginn 2005/06 soll das 800 Quadratmeter große Dachgeschoss der Wittelsbacherschule so umgebaut werden, dass sieben zusätzliche Klassenzimmer entstehen. Dort befindet sich allerdings jetzt noch der Laborbereich der Berufsfachschule für medizinisch-technische Assistenten (MTA). Der soll, darauf hat sich die Stadt mit dem Klinikum als Träger dieser Einrichtung geeinigt, in den 'Kopfbau' des Marstallgebäudes zwischen Memminger Straße und Landwehrstraße umziehen. Das ist auch für die MTA-Schule sinnvoll, weil dort bereits deren Radiologiebereich angesiedelt ist. Damit dort der Platz ausreicht, soll auch ein Skilager des Alpinmuseums im Dachgeschoss des Marstallgebäudes ausgeräumt und verlegt werden. Die nötigen Um- und Ausbaumaßnahmen an der Memminger Straße sollen heuer im August beginnen, der Umzug ist für März nächsten Jahres geplant. Dann beginnen die Umbauarbeiten in der Wittelsbacherschule. Die dafür im Investitionsprogramm vorgesehenen Gesamtkosten von 800000 Euro werde man wahrscheinlich nicht voll benötigen, so Grob. Die Kosten für den MTA-Umzug übernimmt das Klinikum.

Auch Wittelsbacherschule gewinnt Mit dieser 'wirtschaftlichsten und am schnellsten realisierbaren Lösung', so Grob, sei allen Seiten gedient. Wenn die vier ausgelagerten Realschulklassen in die Wittelsbacherschule umziehen, werden in der Schwaigwiesschule Räume für Vormittagskurse der Volkshochschule frei. Und trotz des 'Zuzugs' gewinnt die ebenfalls unter Raumnot leidende Wittelsbacherschule selbst unter dem Strich zwei zusätzliche Klassenzimmer. Wie Realschule und Wittelsbacherschule die Räume letztendlich untereinander aufteilen, muss allerdings noch geklärt werden.

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