Räte fürchten Flut von Wasser-Schutzzonen

Jengen (maf). - Jengen bleibt hart: Auch nach einer Informationsveranstaltung des Wasserwirtschaftsamtes sind die Jengener Gemeinderäte geschlossen gegen die Ausweisung von Vorbehalts- und Vorrangflächen für den Trinkwasserschutz, wie diese im Regionalplan vorgesehen sind. Außerdem will die Gemeinde massiv auf die Auflassung eines nicht genutzten Wasserschutzgebietes bei Weinhausen drängen - nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Pläne der Stadt Buchloe eine zweite Wasserversorgung für den Notfall aufzubauen. Wie berichtet sollen nach dem Willen des Regionalen Planungsverbandes große Teile des Jengener Gemeindegebietes als Vorrang- und Vorbehaltsflächen für den Trinkwasserschutz ausgewiesen werden. Nachdem sich die Räte von Anfang an heftig gegen diese Pläne gewehrt hatten, konnte auch eine Informationsveranstaltung des Wasserwirtschaftsamtes die Bedenken der Jengener - insbesondere fürchten sie Einschränkungen bei der Ortsentwicklung und für die Landwirtschaft - nicht ausräumen. 'Das hat eigentlich nichts Neues erbracht', meinte Bürgermeister Franz unisono mit seinem Stellvertreter Hermann Mayr und Maria Haußer: 'Die Veranstaltung war umsonst. Auf unsere Einwände wurde in keiner Weise eingegangen.

' So blieben die Jengener Räte einstimmig bei ihrem Beschluss, der Ausweisung dieser Sonderflächen nur unter zahlreichen und weitreichenden Bedingungen sowie in deutlich kleinerem Umfang zuzustimmen. In diesem Zusammenhang brachte Christian Tröber auch die Pläne der Stadt Buchloe, eine zweite Wasserversorgung für den Notfall aufzubauen (wir berichteten), zur Sprache. Eine solche Zweitversorgung könnte unter anderem auch aus einem Wasserschutzgebiet bei Weinhausen gespeist werden, das in den 70er Jahren von der Stadt Kaufbeuren ausgewiesen und erschlossen, aber nie genutzt wurden. 'Das Schutzgebiet besteht nach wie vor, die Brunnen sind da, man müsste nur noch Leitungen legen und Pumpen einbauen', meinte Fritz Baumann. Wegen dieser 'optimalen' Voraussetzungen rechnet der Rat damit, 'dass Buchloe ein starkes Interesse' an einer 'Weinhausener Lösung' hat. Genau diese ist für Angelika Schorer und Michael Gottswinter aber nicht akzeptabel. Denn würde das Weinhausener Schutzgebiet aktiviert und mit den vorgeschriebenen weiteren Schutzzonen umgeben, wäre die landwirtschaftliche Nutzung großer Teile des westlichen Jengener Gemeindegebietes eingeschränkt. Gottswinter vermutet zudem, dass in diesem Fall auch die Flächen, die zwischen dem Weinhausener Schutzgebiet und der mometanen Buchloer Schutzzone 'Hirnschale' liegen (siehe Grafik), einen besonderen Status erhalten würden. Aus diesem Grund forderten an die beiden, massiv auf die baldige Auflösung des momentan ungenutzten Weinhausener Schutzgebietes zu drängen.

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