Räte diskutieren wieder Tempo 30

Buchloe (kah). - Mit bestehenden und neuen Tempo-30-Zonen im Stadtgebiet von Buchloe befasste sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Akzeptanz von bestehenden Zonen mit Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überprüfen sowie das Gesamtkonzept gegebenenfalls fortzuschreiben. Tempo 30 sei unter anderem in den Bürgerversammlungen immer wieder Thema gewesen, berichtete zunächst Bürgermeister Josef Schweinberger. Im November habe der Stadtrat dann beschlossen, die Straßen im Baugebiet Buchloe Ost I/Strassäcker und im Baugebiet Südost I als Tempo-30-Zone auszuweisen. Nun diskutierte der Bauausschuss darüber, ob in weiteren Gebieten eine Geschwindigkeitsbeschränkung gelten soll. Karl Schiller informierte seitens der Verwaltung ausführlich über die Voraussetzungen für Tempo-30-Zonen. Unter anderem sei es nicht möglich, sagte er, so genannte Sammelstraßen, also Straßen, die als Zubringer für bestimmte Bau- oder Gewerbegebiete dienen, als Tempo-30-Bereich auszuweisen. Zudem gelte es, für Tempo-30-Bereiche ein 'Zonenbewusstsein' zu schaffen.

Das heißt, die Straßen dort müssten eine 'geschlossene Einheit' bilden, Kreuzungsbereiche müssten überschaubar sein. Schiller gab auch eine Stellungnahme der Polizei wieder, die 'personell und auch aus Zeitgründen nicht in der Lage ist, alle Zonen zu überwachen'. 'Theoretisch könnten wir ganz Buchloe in eine Tempo-30-Zone verwandeln. Die Frage ist nur, wer hält sich dann daran', meinte Bürgermeister Schweinberger in der Diskussion. Die mangelnde Überwachungskapazität bei der Polizei könne kein Grund dafür sein, die Ausweisung zu unterlassen', entgegnete Wolfgang Schmid-Kemmeter (UBI). Dass Tempo 30 in Neubaugebieten gilt, deren Straßen dann auch entsprechend ausgebaut werden, empfand Bernhard Seitz (FWV) als 'sinnvoll'. 'Mir fehlt einfach die Grundlage, heute eine Entscheidung zu fällen', meinte Hubert Müller (CSU) und er plädierte dafür, 'in Ruhe zu untersuchen', ob noch weitere Gebiete beschränkt werden sollen. Dem schloss sich auch Hubert Heider (CSU) an: 'Wir sollten eine Verkehrszählung durchführen und schauen, wo die Probleme liegen.' Schließlich einigte sich das Gremium darauf, die bestehenden Zonen zu überprüfen, sowie in Zusammenarbeit mit der Polizei die Fortschreibung des Tempo-30-Konzepts umzusetzen. Einen Zwischenbericht erwartet der Bauausschuss bis Ende Juni.

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