Durach
Querspange Durach: Jahre diskutiert, bald Baubeginn

Bürger aus Weidach und Oberkottern ärgern sich seit Jahren über Lärm und Gestank der vielen vorbeifahrenden Lastwagen. Sie forderten schon vor 20 Jahren den Bau einer Umgehungsstraße. Jetzt endlich ist es so weit. «Nächste Woche ist Spatenstich für die Querspange Durach,» sagte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung Bürgermeister Herbert Seger. Die Straße verbindet den Duracher Ortsteil Miesenbach mit der Autobahnanschlusstelle bei Graben (Sulzberg).

«Das ist die beste Nachricht, die ich dieses Jahr vermelden konnte,» freut sich der Rathauschef. 1,5 Millionen Euro wird der erste, rund 800 Meter lange Abschnitt von Graben bis zur Kreuzung Weidacher Straße (Durach) kosten. Die Heggener Straße, die teilweise auf der geplanten Trasse verläuft, wird dann aufgelöst. Voraussichtlich Ende 2010 soll die Straße samt Geh- und Radweg benutzt werden können.

«Das erhöht die Sicherheit»

Der zweite Abschnitt wird im Anschluss bis zur B 309 (Miesenbach) gebaut. Die Straße kreuzt die Bahnlinie Kempten-Reutte. Deshalb gab es viele, viele Gespräche mit den Verantwortlichen der Bahn. Nun ist laut Seger vereinbart worden, dass die Fahrzeuge künftig unter der Bahntrasse hindurchgeleitet werden. Die Bahn beteilige sich an den Baukosten.

«Der alte Bahnübergang bei den Firmen Noerpel und Föll kann dann später abgebaut werden. Das erhöht die Sicherheit,» sagt Seger. Auch sei die Straße ein entscheidender Faktor für die Zukunft des Gewerbestandorts Durach.

Mancher Duracher hat an die Verwirklichung dieser Straße, für die der Landkreis Oberallgäu verantwortlich zeichnet, schon nicht mehr geglaubt. «Vor rund 20 Jahren gab es dazu die ersten Gespräche,» erinnert sich Durachs Rathauschef. Immer wieder monierten Bürger aus Weidach und Oberkottern den Schwerlastverkehr, auch in Wohngebieten. «Durchschnittlich alle drei Minuten fährt ein Lkw bei uns vorbei,» hatte eine Anliegerin der Duracher Straße schon vor Jahren geklagt.

Zunächst skeptische Sulzberger

Die Sulzberger hingegen standen dem Projekt zunächst skeptisch gegenüber. Sie befürchteten eine Lärmverlagerung auf die Bürger des Ortsteils Graben. Jetzt allerdings sagt Sulzbergs Bürgermeister Thomas Hartmann. «Der Verlauf der Quertrasse ist durchaus akzeptabel.» Die Wunschtrasse sei es zwar nicht geworden, aber das habe daran gelegen, dass die Grundstücke dafür nicht zu haben waren. Was jetzt erreicht wurde, sei zusammen mit der Nachbargemeinde Durach und dem Landkreis «ausgekartelt» worden. «Damit können wir leben», sagt Hartmann.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019