Punktsieg der Stadt über die Bahn

Stadträte in Lindau einig - Korrektes Verhandlungsklima Lindau (dik). Die Stadträte waren sich in ihrer Sitzung einig: Bei der Erörterung in Oberreitnau haben Stadt und Bürger gegen die Bahn-Manager einen Punktsieg davongetragen. Doch alle wissen auch: Der Kampf ist noch lange nicht beendet..

K. o. gegangen ist niemand, meinte OB Petra Seidl. Aber der fundierte Auftritt von Stadt und Anwohnern habe der Bahn AG 'sicherlich zu schaffen gemacht'. Das Verhandlungsklima sei zwar korrekt gewesen, doch die Bahnmanager hätten sich 'keinen Millimeter bewegt'. Ausnahmen gab es nur, wo das Unternehmen durch Gesetze gezwungen wurde. 'Für mich ist die Bahn nur knapp am K. o. vorbeigegangen', sagte Ulrich Kaiser (BL). Die Kompromissbereitschaft der Stadt habe sich nicht gelohnt. Die Erörterung habe gezeigt, dass die Insel unbedingt ins Verfahren gehöre. Wenn nicht schon die Regierung von Schwaben oder das Eisenbahnbundesamt die Bahn AG dazu zwingen, dann würden das spätestens die Gerichte tun. Deshalb stimmte Alexander Kiss (BL) darauf ein, dass das weitere Verfahren noch lange dauern werde. Möglicherweise werde das ganze Vorhaben dadurch auch so teuer, dass es sich für die Bahn AG nicht mehr lohne, hofft Kiss. Hermann Dorfmüller (SPD) dankte Verwaltung und Gutachtern der Stadt für ihren sehr guten Auftritt bei der Erörterung. Zeige sich die Bahn AG weiter stur, dann sei die Stadt auf den Klageweg gezwungen. Dr. Uwe Birk (SPD) hat Probleme mit der geplanten Lärmschutzwand. Im weiteren Verfahren müsse die Stadt deshalb unbedingt erreichen, dass die Gleise durch Aeschach tiefer gelegt werden. 'Die Bahn hat sehr, sehr deutlich feststellen können, dass die Stadt sich wehren kann', freute sich Günther Brombeiß (FB). Nun sei Lindau für die anstehenden Verhandlungen in einer guten Ausgangsposition. Auch Roland Freiberg (CSU) hofft, dass die Erörterung 'nicht ganz spurlos an der Bahn vorbeigegangen' sei.

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