Protest ist erst der Anfang

Kempten | kep | 'Wir haben lange genug verzichtet, jetzt sind wir dran', steht auf dem grünen Schild, das an einem Skelett hängt. In der Menschenmenge erklärt eine Frau mit roter Mütze und Trillerpfeife einer neugierigen Passantin in der Fußgängerzone: 'Wir protestieren, damit wir mehr Geld bekommen.'

Rund 150 Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen waren gestern der Aufforderung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) gefolgt und legten bei strahlendem Sonnenschein eine 'aktive Mittagspause' ein. Sie wollten damit lautstark für einen besseren Tarifabschluss demonstrieren.

Anfang der Woche war die dritte Verhandlungsrunde im Öffentlichen Dienst gescheitert. Während die Arbeitgeber eine Lohnanhebung um fünf Prozent über zwei Jahre angeboten hatten, fordert Verdi für die Arbeiter und Angestellten des Bundes und der Kommunen eine Lohnanhebung um acht Prozent, wenigstens aber 200 Euro mehr im Monat. 'Wir müssen Flagge zeigen, denn das jetzige Angebot ist ein Nullsummenspiel', sagte Jutta Aumüller, stellvertretende Verdi-Bezirksgeschäftsführerin, vor Beschäftigten aus dem Klinikum Kempten-Oberallgäu, des Bezirkskrankenhauses (BKH), der Allgäuer Werkstätten Kempten und Kaufbeuren, der Lebenshilfe, der Körperbehinderten Allgäu, des BRK sowie der Krankenpflegeschule Kaufbeuren und Beschäftigten aus Füssen, die ihre Freizeit und ihren freien Tag nutzten, um sich zu solidarisieren.

Protest sei erst der Anfang, so Aumüller, schließlich habe es seit 2004 keine Erhöhungen gegeben und auch jetzt sei von den Arbeitgebern 'keinerlei Bewegung' zu erkennen. Den Beschäftigten könne nicht zugemutet werden, dass Zulagen wegfallen und gleichzeitig die Arbeitszeit steige. Am Samstag wollen sich Busfahrer über einen möglichen Streik nächste Woche beraten.

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