Sonthofen
Projekt Illerstadion einen großen Schritt weiter

Die Pläne für das neue Illerstadion mit Kletterturm, Schießanlage, Trendsporthalle, Gastronomie und Unterkünften sind einen großen Schritt weiter: Sonthofens Stadtrat befürwortete im Grundsatzbeschluss mit 24:3 Stimmen das geplante Vertragsmodell. Grünes Licht für einen Bau gaben die Kommunalpolitiker damit nicht. Jetzt folgt die detaillierte Ausarbeitung der Verträge. Das schrittweise Vorgehen soll verhindern, dass einer der Partner zu viel Geld investiert und dann ein anderer womöglich aussteigt.

Bekanntlich sitzen neben der Stadt ein Investor und der Alpenverein im Finanzboot. Die Stadt rechnet mit 1,6 Millionen Euro Kosten, der Investor mit 1,5 Millionen und der DAV mit 700000 Euro. Die Stadtverwaltung soll nun die Vertragsentwürfe weiter ausfeilen und die Bauplanungen fortführen. Zugleich soll sie die «Sonthofener Sportstätten Betriebs GmbH (SSB)» mit 25000 Euro Stammkapital gründen, den Gesellschaftsvertrag aber noch vom Rat genehmigen lassen. Die Stadt ist einziger Gesellschafter.

Die SSB-GmbH übernimmt vermutlich Verwaltungsaufgaben innerhalb der Eigentümergemeinschaft.

Geschäftsführer ist während der Bauphase Sonthofens Stadtbaumeister Lutz-Holger Behre, der dafür laut Rathauschef Hubert Buhl kein zusätzliches Honorar erhält, sondern nur einen «warmen Händedruck des Bürgermeisters».

Vor der Debatte hatte Rechtsanwalt Michael Schunke erneut allerlei Details zur geplanten öffentlich-privaten Partnerschaft erklärt und Fragen früherer Sitzungen beantwortet. Beispielsweise müsse man das Bauvorhaben nicht öffentlich ausschreiben. Einen Wettbewerb zur Preisfindung soll es laut Buhl aber geben.

«Kleine Vormachtstellung»

Noch immer unklar ist, ob die GmbH als 100-prozentige Tochter der Stadt zum Abzug der Vorsteuer berechtigt ist. Zwei Steuerberater haben laut Schunke «nein» gesagt, ein anderer Fachmann meinte «ja». Ob dann die GmbH-Gründung überhaupt noch Sinn mache, gab Martina Bischoff-Koch (CSU) mit Blick auf die Kosten zu bedenken. Laut Schunke schon, da das Projekt so auf einer eigenen Finanzierungsebene außerhalb des städtischen Etats laufe. Und da die GmbH wohl gewerbliche Verwaltungstätigkeiten übernehme, hätte die Stadt so eine kleine Vormachtstellung.

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