Kempten
Private Mauer auf städtischem Grund muss weg

Kurt Egli will seine Steinmauer nun einreißen. Das sagte er auf Anfrage der AZ. Wie berichtet, schwelt bereits seit Sommer ein Streit zwischen ihm und der Stadtverwaltung. Dabei geht es um eine Mauer, die er auf städtischem Grund errichtet hatte.

Zur Erinnerung: Egli hatte die Steinmauer nach der Sanierung des betroffenen Stücks der Memminger Straße auf eine etwa 1,20 Meter breite Böschung gebaut. Diese befindet sich zwischen Eglis Grundstück und der Straße. Die Stadt hat ihn daraufhin vor die Wahl gestellt: «Entweder er kauft das Grundstück, bezahlt für die Nutzung oder reißt die Mauer ein», fordert Dr. Richard Schießl, Leiter des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung, für die Kommune.

Über einen möglichen Kauf des Grünstreifens haben der Unternehmer und die Stadt bereits verhandelt. Die Stadt verlangt laut Egli 33 Euro pro Quadratmeter. Die gesamte Böschung würde seiner Aussage nach somit rund 2500 Euro kosten. Egli will aber lediglich 800 Euro bezahlen. «Schließlich habe ich der Stadt mit dem Bau der Mauer Arbeit und Kosten abgenommen», argumentiert er.

Schießl hält dem entgegen, dass Egli den Gesamtwert seines Grundstücks beachtlich erhöhen würde, sollte er den Grünstreifen kaufen.

Nachdem er die Mauer abgebaut hat, will Egli die Steine verkaufen. Den Hang will er dann wieder in den «unzumutbaren ursprünglichen Zustand» versetzen. So wie er im Sommer, nach dem Umbau des Straßenstücks, gewesen sei. «Dann muss die Stadt Steuergelder ausgeben, um den Hang wieder herzustellen», ärgert er sich.

Die Kommune kalkuliert dafür 500 Euro ein. Das geht aus einem Schriftwechsel zwischen Egli und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer hervor. «Mindestens 10000 Euro wird das kosten», ist Egli dagegen überzeugt. Schließlich hätten allein die 30 Tonnen Stein, die er verbaut habe, den Hang stabilisiert. Sollte die Stadt keine ähnliche Maßnahme treffen, würde die Böschung bei Regen abrutschen.

Außerdem habe er den Grünstreifen bereits 15 Jahre lang gepflegt, erläutert Egli. Und das, obwohl er ihm nicht gehört habe. Dadurch, dass er dies in Zukunft nicht mehr machen will, würden der Stadt noch zusätzliche Kosten für die Instandhaltung entstehen.

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