Prinz predigt Verzicht und Verlässlichkeit

Kempten (mr). - Deutlich bezieht er Stellung, der 35jährige Philip Prinz von Preußen, Urur-Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. Der erlauchte Vortragsredner, selbst fünffacher Familienvater, gratulierte im Kolpinghaus Bürgermeister Josef Mayr und dessen Frau Agnes zu deren Entscheidung, die Erziehungsarbeit für fünf Kinder zu leisten. Dafür spendeten auch die 160 Zuhörer im Kemptener Kolpingshaus kräftig Applaus. Zu der Veranstaltung mit dem Prinzen hatten die Christen im Beruf, Gruppe Kempten eingeladen (siehe auch Allgäu-Rundschau). Unter seinem Vortragstitel 'Mut zum unzeitgemäßen Leben' versteht der kaiserliche Nachfahre die Ermunterung zu einem wertkonservativen Leben im Geiste Gottes. Die Kernzelle der Übermittlung von Werten sei immer noch die Familie, in denen Eltern das gewünschte Verhalten vorleben müssten. Über 40 Prozent der Akademikerinnen und 50 Prozent der Akademiker nähmen allerdings die Elternrolle nicht wahr. Eigenschaften wie Verzicht, Opferbereitschaft, Verlässlichkeit und Gesetzestreue seien in den Hintergrund getreten. Die Einschätzung der Berliner Regierung, man brauche für mehr Kinder nur genügend Betreuungsmöglichkeiten schaffen, könne so nicht stimmen: Bayern sei noch nicht üppig mit Fremdbetreuungs-Einrichtungen ausgestattet, liege bei der Geburtenrate aber ganz vorne. 'Politik muss andere Prioritäten setzen', sagte Philip Prinz von Preußen. 'Wie dringend bräuchten wir hauptberufliche Mütter beziehungsweise Väter, die mit einem &po_226;Erziehungsführerschein' qualifiziert werden und ein Erziehungsgehalt bekommen!', fuhr er fort. Geld sei genug da, die Politik müsse nur die richtigen Prioritäten setzen. Stattdessen gebe es Leute, die mit über 300 000 Einwanderern pro Jahr die schrumpfende und alternde Bevölkerung 'aufpäppeln' wollten.

'Negative Wertevermittlung' Verschwiegen werde dabei, dass die Arbeitslosigkeit unter den Zuwanderern doppelt und der Sozialhilfeempfänger-Anteil dreimal so hoch sei wie bei Deutschen. Geradezu zynisch ist es für den Prinzen in diesem Zusammenhang, 'dass in Deutschland einschließlich der Dunkelziffer etwa 300000 Kinder pro Jahr abgetrieben werden. Wie viele Goethes, Beethovens, Siemens, Boschs, Bonhoeffers und Schumanns mögen da wohl dabei sein?' Der preußische Adlige bedauerte, dass die Prominenz häufig eher negative Wertevermittlung betreibe. Das gelte auch für 'ekelhaft absahnende Manager.' Nachdenklich mache ihn freilich auch, wenn in Deutschland die monatliche Sozialhilfe weit höher sei als in vielen Ländern das Jahreseinkommen. Ein Weg aus der Krise sei nur dann möglich, wenn sich die Menschen wieder mehr auf die Werte der christlich-abendländischen Kultur besinnen würden.

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