Premiere im neuen Stadttheater begeistert versammelte Sportfamilie

Texte: Thomas Weiss, Jürgen Lutz und martin Peter Fotos: Ralf Lienert | Kempten Natürlich gab es Reden. Natürlich gab es Formalitäten. Doch die diesjährige Sportler-Ehrung der Stadt Kempten, die nicht wie gewohnt im November, sondern im Januar stattfand, um auch alle Erfolge des vorher gegangenen Kalenderjahres berücksichtigen zu können, unterschied sich doch ganz wesentlich von denen der Vorjahre.

Im neuen Stadttheater erlebte Kemptens Sportfamilie einen neuen, besonders festlichen Rahmen. Nach vielen Jahren im Kornhaus und zuletzt bei Abt Sportsline wollte der Präsident des Stadtverbandes der Kemptener Sportvereine, Harald Platz, die Gelegenheit nutzen, um den etwa 100 geehrten Sportlern im Stadttheater einen angemessenen Rahmen zu bieten. Damit traf Platz beim Großteil der rund 400 Besucher absolut ins Schwarze (siehe Kommentar).

Eine Chronologie des Abends

19 Uhr Gespannte Erwartung im Foyer. An den Stehtischen wird heftig spekuliert, wer denn Sportler und Sportlerin des Jahres werden könnte. Als Mannschaft des Jahres kamen mengenmäßig immerhin zwei in Frage: die Turner der TGA Allgäu und die im grauen Ausgeh-Pulli erschienenen TVK-Volleyballer

19.45 Uhr Moderatorin Silvia Reich-Recla beginnt mit dem offiziellen Teil. Harald Platz in seiner Begrüßung: 'Für uns heißt Tradition nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitertragen des Feuers'. Deshalb habe man mit dem Wechsel ins 'strahlend neue Stadttheater' wieder einmal etwas Neues probieren wollen. Platz erntet Applaus.

20 Uhr Bevor OB Netzer in einem kurzen und knackigen Grußwort die Bedeutung des Sports in Kempten herausstellt, zerreißt sich die Theatergruppe Heiligkreuz das Maul über den Kemptener Sport. Was der OB mit Sport zu tun habe, sei ihnen ein Rätsel. Der sei wegen der Baustellen zur Festwoche doch höchstens für 'Meditationen im Stau' zuständig. Der Sportbeauftragte Baumgärtner müsse eine Ehrung bekommen für seinen neuen Rekord im 'Ausschuss-Einschlafen'. Und Rückblickend auf den Ball des Sports im Kornhaus spotteten sie im Dialekt: 'Do sind se reihaweis verschloafa - dia meischda scho dahoim beim Gedanka, dass se do na gond.' Und der 'Glas vom Sportamt' habe sogar vom Mumien-Schieben gesprochen.'

20.20 Uhr Der Medaillen-Regen beginnt: 24 Sportler bekommen die Bronzemedaille der Stadt, bei den 63 Silbermedaillen-Gewinnern wird es schon extrem eng auf der Bühne.

20.40 Uhr In der Pause gibt’s kostenlos Getränke und Häppchen. 100-Kilometer-Läuferin Antje Schuhaj (TV Jahn) wird auf der Jagd nach einem Lachsbrötchen sogar ausnahmsweise zur Sprinterin. Nach der Pause sorgt das Trio 'Wendejacken' mit ihrem heiteren Improvisationstheater für Lacher.

21.15 Uhr Die besten der Besten werden auf die Bühne gerufen. Von den Goldmedaillen-Trägern fehlen nur Triathlet Dietmar Bachstein und Billard-Spieler Dieter Steinberger (Optiker-Fortbildung).

21.40 Uhr Die Sportler des Jahres werden bekanntgegeben (siehe eigene Artikel). Den meisten Jubel ernten die TVK-Volleyballer.

22 bis 1.30 Uhr Lange wird geratscht, gewitzelt und getanzt. Benno Glas rückt tief in der Nacht zurecht: 'Die Mumien sind 30 Jahre jünger geworden.'

» Die Liste aller Geehrten finden Sie auf der gegenüberliegenden Seite.

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