Memmingen
Preisend mit viel schönen Reden

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Manfred Schilder war so etwas wie der «Mann des Abends»: Der Vorsitzende des TV Memmingen war besonders gefordert, als die Stadt Memmingen am Montagabend wieder im großen Rahmen die verdienten Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2009 ehrte.

Als Laudator war der TVM-Chef gleich dreimal gefragt, gingen doch nicht weniger als fünf der sieben herausragenden Auszeichnungen an Mitglieder des TV Memmingen. Eine durfte Schilder gleich selbst in Empfang nehmen: den Ehrenbecher der Stadt Memmingen «für besondere Verdienste um den Sport».

Besonders geehrt wurden als:

l Sportlerin des Jahres: Katharina Heinle (TV Memmingen/Leichtathletik)

l Sportler des Jahres: Christian Brader (TV Memmingen/Triathlon)

l Jugendsportlerin des Jahres: Sarah Romert (FC Memmingen/Fußball)

l Jugendsportler des Jahres: Kevin Würterle (Motorsport/AMC Memmingen)

l Mannschaft des Jahres: Floorhockey-Team der Unterallgäuer Werkstätten

l Mannschaft des Jahres/Jugend: TGM-Jugend (Turnverein Memmingen).

Eine zusätzliche Auszeichnung erhielt Katharina Heinle: Sie wurde von den Leserinnen und Lesern der Memminger Zeitung zum «Sport-Ass» des Jahres 2009 gekürt. 464 Coupons waren bei der gemeinsamen Aktion von Stadt und MZ eingegangen. Die 800-Meter-Läuferin aus Erkheim durfte als Preis ein Fahrrad in Empfang nehmen, das die Firma Radl Stadl in Dickenreishausen gestiftet hatte.

Ein veritables Freudengeheul stimmte die Memminger Familie Sabine und Wolfgang Gawens an, als ihr Gewinn bekannt gegeben wurde: Zwei Übernachtungen für zwei Personen mit «all inclusive»-Paket im Familienhotel Gut Wenghof in Werfenweng bei Salzburg. Ihr Coupon war aus allen «Sport-Ass»-Einsendungen gezogen worden.

Insgesamt wurden am Montagabend in der Turnhalle der Elsbethen- und Bismarckschule 280 Sportler aus 18 Vereinen geehrt. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit Sportreferent Fritz Such jedem einzelnen persönlich zu gratulieren und als Ehrengabe der Stadt einen Stich der Unteren Bachgasse und einen knallroten Stockschirm mit MM-Logo zu überreichen. OB Holzinger unterstrich gleichzeitig den Stellenwert des Sports in der Stadt, bei 58 Sportvereinen und 16000 Mitgliedern, davon 4500 Jugendliche.

«Ich nehm den Preis stellvertretend für alle, die sich ehrenamtlich engagieren, vor allem stellvertretend für die Mitglieder des TV Memmingen», meinte Manfred Schilder, nachdem er den Ehrenbecher der Stadt ausgehändigt bekommen hatte. Schilder wie Holzinger erinnerten insbesondere an die gelungenen 150-Jahr-Feierlichkeiten des TVM.

In den Lobreden auf die «Sportlerin und den Sportler des Jahres» betonte der TVM-Chef, Katharina Heinle sei sich immer treu geblieben. Bei allen sportlichen Erfolgen räume sie der Schule Priorität ein, heuer steht ihr Abitur an. «68 Kilogramm pure Kraft und Ästhetik, verteilt auf 1,74 Meter Körpergröße» - so charakterisierte Schilder den Triathleten Christian Brader. Und verwies auf dessen eindrucksvolles Trainingspensum: Brader macht sich 25 bis 35 Stunden pro Woche fit. Im Schnitt bedeute dies 15 bis 20 Kilometer Schwimmen, 400 bis 600 Kilometer Radfahren und 60 bis 100 Kilometer Laufen.

Jugendsportlerin Sarah Romert wurde bei der Ehrung von ihrer Schwester Tanja vertreten. Die U16-Nationalspielerin ist zu einem Lehrgang nach Fort Lauderdale in die USA aufgebrochen. Via Handy führte OB Holzinger ein kurzes Telefoninterview mit der gebürtigen Buxheimerin. Sarah Romert gehöre sicherlich «zu den größten Nachwuchstalenten im Frauenfußball», meinte FCM-Vorsitzender Armin Buchmann. Wie sehr Jugendsportler des Jahres Kevin Würterle aus Berkheim in seiner sportlichen Leidenschaft «erblich vorbelastet» ist, verdeutlichte Ex-Weltmeister Robert Barth, der Zweite Vorsitzende des AMC Memmingen. Der 16-Jährige möchte einmal Supermoto-Weltmeister werden.

Das Floorhockey-Team als «Mannschaft des Jahres» demonstrierte gleich an Ort und Stelle ihre eher unbekannte Sportart, während Wolfgang Beuchel, Geschäftsführer der Unterallgäuer Werkstätten, die Auszeichnung im Sinne einer richtigen Integration von Mitmenschen mit Behinderung würdigte. In ganz besonderem Maße vereinigt laut Manfred Schilder die Turngruppenmannschaft des TV Memmingen «Kunst und Ästhetik mit Kraft und Ausdauer», indem sie Schwimmen und Medizinball-Weitwurf mit Tanzen und Turnen kopple.

Rainer Wölfle und Tanja Schröck vom Sportamt trugen abwechselnd Namen und sportliche Leistungen vor.

Wohltuend auflockernde Einlagen im mehrstündigen Programm besorgten die «TVM Jumping Drums» (unter Martina Niehaus), die Step-Aerobic der SG Volkratshofen (Gabi Mutter), die «akrobatische Hochstapelei» des TVM (Christian Maier) sowie zum vielbeklatschten Schluss William Kiehl vom Flugmodellclub Memmingen.

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